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Wiener Museumsquartier feiert 20 Jahre: "Jubiläum und Aufbruch"

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Mit einem "Libellen-Wochenende" von Freitag bis Sonntag (10.-12. September) startet das Wiener Museumsquartier (MQ) seine Feierlichkeiten zum 20. Geburtstag. "Alter ist kein besonderes Verdienst, aber wir wollen diese Erfolgsgeschichte doch nicht unter den Tisch fallen lassen", sagte heute Geschäftsführer Christian Strasser, der selbst sein 10-Jahres-Jubiläum an der Spitze des Kulturareals feiert - und mit Jahresende als Generaldirektor zur Sozialbau AG wechselt.

"Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden, oder besser: mit einem wehmütigen Auge", meinte Strasser bei der Vorstellung des Jubiläums-Programms. "Das war keine leichte Entscheidung, denn das Museumsquartier ist der beste Platz der Welt - mit dem besten Team der Welt." Lachend verabschiede er sich, "weil ich mich auf diese letzten Monate außerordentlich freue. Wir zünden ein Feuerwerk. Wir signalisieren: Hallo Wien, wir sind wieder voll da!"

20 Jahre MQ Wien - Programm

Auf der Libelle, die auch bereits seit einem Jahr als neueste Erweiterung auf dem Dach des Leopold Museums geöffnet ist, wird ein buntes Programm-Wochenende (u.a. mit einer "Bodymapping-Performance") bei freiem Eintritt angeboten, das in - etwa bei "Walking Concerts" mit Austrofred, Euroteuro und Die Strottern - aber auch das ganze restliche Areal bespielt. Die amerikanische Künstlerin Janet Echelman überspannt mit ihrer Netzskulptur "Earthtime 1.78" bis 10. Oktober den MQ-Haupthof. "Mein Projekt ist eine Metapher für Verbundenheit und Vernetzung", sagte sie. Einerseits sei ihre Arbeit weich und elastisch, andererseits verwende sie dafür eine neuartige, in Österreich hergestellte Faser, die "fünfzehnmal stärker als Stahl" sei. Der Werktitel beziehe sich auf die 1,78 Mikrosekunden, um die der Erdentag vom Tsunami 2011 durch die davon verursachte Beschleunigung der Erdrotation verkürzt worden sei, erläuterte Echelman.

Open-Air-Konzert der Wiener Symphoniker

Die Geburtstagstorte kommt von "Cake Artist" Sophia Stolz: Am 17. September kann man sich ab 17 Uhr ein Stück davon holen. Nach einem Jahr Pause gibt es am 26. September auch wieder ein Open-Air-Konzert der Wiener Symphoniker im MQ-Haupthof. Von 21. bis 28. Oktober ist die Lichtkunstintervention "re:flexion" von Lumine zu sehen, bei der die Fassaden des Leopold Museums, der Halle E+G, des mumok sowie die MQ-Hauptfassade "durch Projektionen zu neuen Objekten verformt werden, die die Umgebung des Areals spiegeln und so das vielfältige Kulturangebot reflektieren", wie es in der Projektbeschreibung heißt. Die 20-minütige Show wird dreimal am Tag gezeigt werden (am Wochenende jeweils ein viertes Mal). "Das wird eine 360-Grad-Show um die Zuschauer herum, bei der wir an die Grenzen des Machbaren gehen werden", sagte Tim Schmelzer von Lumine Projections und lieferte eine persönliche Erinnerung: "Ich bin genau im Eröffnungsjahr des Museumsquartiers aus Bielefeld hierhergezogen und war baff."

"Jubiläum und Aufbruch"

Das Motto der Feiern sei "Jubiläum und Aufbruch", sagte Strasser. Dazu zähle etwa eine künftige verstärkte Zusammenarbeit mit anderen internationalen Kulturarealen. Diese Weiterentwicklung zeichne das druckfrische neue Buch "Weltkulturareale" (34 Euro) vor, das die 15 weltweit spannendsten Areale vorstelle. "Ich höre immer wieder von Expertinnen und Experten: Kulturrealen gehört die Zukunft." 4,5 Mio. Besucherinnen und Besucher zähle das Museumsquartier pro Jahr, darunter sehr viel junges Publikum. "Das Museumsquartier wäre nicht das Museumsquartier, wenn es sich nicht immer wieder erneuerte." In welche Richtung das konkret gehe solle, wollte er heute auf Nachfrage seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin nicht ausrichten. Das werde er in persönlichen Gesprächen machen.

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(S E R V I C E - www.mqw.at)