Was ist los in Kärnten

Zweites Klagenfurt Festival findet im Mai und Juni 2022 statt

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Auf einer Online-Pressekonferenz hat das Klagenfurt Festival den Großteil seines Programms für seine zweite Ausgabe 2022 vorgestellt. Das Festival wird von 20. Mai bis 5. Juni 2022 stattfinden. Dieser Zeitraum war auch für die Premiere 2021 vorgesehen, musste jedoch Pandemie-bedingt in den Frühherbst verschoben werden.

Die Mischung bleibt bunt, von regionalen bis internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Die Bilanz von 2021 fiel positiv aus.

Neuer Veranstaltungsort 2022

Wie Festival-Intendant Bernd Liepold-Mosser, Kulturreferent Franz Petritz (SPÖ) und Tourismusreferent Max Habenicht (ÖVP) sagten, habe es heuer knapp 5.000 Gäste beim ersten Klagenfurt Festival gegeben. Habenicht: "Klagenfurt wurde besucht, Klagenfurt wurde gesehen. Ich bin zuversichtlich, dass es im kommenden Jahr noch größer wird." Der Termin im Frühsommer sei günstiger.

Neu wird 2022 der zweite Veranstaltungsort, der Festsaal der Wirtschaftskammer Kärnten (WKK), eine Indoorbühne. Weiter unter freiem Himmel bleibt hingegen der Hauptspielort im Burghof. Ein Schwerpunkt soll weiter ausgebaut werden: "Wir wollen noch mehr in die Stadt gehen und sie mitnehmen, verschiedene Räume bespielen um auch Leute aufmerksam zu machen, die vielleicht nicht in den Burghof kommen", so Liepold-Mosser. Zwar stünden bereits knapp zwei Drittel des Programms fest, aber genau dies sei noch nicht abgebildet. Man habe früh fixiert, "um eben schon in die Bewerbung zu gehen, für Karten unterm Weihnachtsbaum". Als Spielorte in der Stadt sind der Neue Platz, der Lendkanal, der Botanische Garten und weitere Räume in der Innenstadt geplant.

Auftakt in Klagenfurt am 20. Mai

Der konzertante Beginn am Abend des 20. Mai wird von "dem Nino aus Wien" begangen. Dem, laut "Falter", "Bob Dylan vom Praterstern". Ein weiteres Highlight im Burghof ist das Burgtheater, bzw. dessen Schauspieler Markus Meyer, der Oscar Wildes "Das Bildnis des Dorian Gray" als Solo-Stück bringt. Im Festsaal der WKK geben Christoph Grissemann und Band die "Thomas Bernhard Machine": "Die böse Zunge des österreichischen Fernsehens und die böse Zunge der österreichischen Literatur", wie Liepold-Mosser augenzwinkernd ankündigt.

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Programm-Highlights

Ein Geheimtipp sind die Künstlerinnen und Künstler von Faso Danse Théâtre: "Kalakuta Republik" wird eine Performance zur übergroßen Figur des Afro-Beats-Erneuerers Fela Kuti, der von der Bühne aus mit Zorn Kolonialismus oder Rassismus geißelte. Auch die laut Medien "größte Hoffnung der österreichischen Popmusik" Anja Plaschg ist beim Festival dabei.

Ein besonderes Erlebnis wird eine einmalige Veranstaltung im Dom: Ben Becker zeigt "Ich, Judas". Darin geht es um die von Literaturwissenschafter Walter Jens angestoßene Hinterfragung der Rolle des bösen Verräters, denn: "Judas gibt es nicht ohne Jesus, aber Jesus auch nicht ohne Judas", so Liepold-Mosser.