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© Katharina Gossow

Festival
Kunstausstellung
Messe

Vienna Design Week 2021

Showtimes

Vergangene Showtimes

"All eyes on Brigitte, now!" lautet das Motto der diesjährigen Vienna Design Week. Die Wiener Designwoche zieht 2021 in den 20. Bezirk.

Alljährlich im Herbst können Besucher*innen der VIENNA DESIGN WEEK ein vielfältiges Programm in ganz Wien entdecken – ein Fokus liegt aber auch heuer wieder auf einem der Wiener Gemeindebezirke. Für die Festivalausgabe 2021 geht’s daher ab in den 20ten.

Festivalzentrale werden 600 Quadratmeter große Gewerberäume am Sachsenplatz in der Nähe der Wallensteinstraße. Ursprünglich stand hier eine Halle, die dem Lastwagenbau diente, danach wurden die Räume u.a. vom Springer Verlag und als "Spacelab-Standort" eines vom WUK durchgeführten Jugend-Projekts genutzt.

Viele Kernprogrammpunkte des Festivals, aber auch Vorträge, Talks und Panels sowie ein Pop-Up-Café wird es hier geben. Allzu viele Details über das kommende Festival, das zuletzt bei rund 200 Veranstaltungen an die 40.000 Besucher zählte, wurden heute noch nicht verraten, denn "ein Festival wie dieses entsteht sehr spontan und sportlich", wie der neue Leiter verriet. Das vorläufig fehlende Gastland erklärte er mit den durch die Pandemie erschwerten Verhandlungen mit Gastlandpartnern, kündigte aber bald dazu Informationen an. Sicher sei: "Das Format Gastland wird nicht gestrichen. Internationale Vernetzung bleibt ein zentrales Anliegen."

Einige Programm-Highlights:

Arch on Walk: Brigittenau #1 – WOHNHÖFE AUS ALLEN PERSPEKTIVEN
Tour: 24.9.2021, 14.15–19 Uhr

Millennium Tower

20., Handelskai 94–96

Dass sich Leuchtturmprojekte nicht immer nur durch atemberaubende Höhe auszeichnen, führt diese Tour vor Augen. Der einzigartige „Jahrtausendblick“ von der Dachterrasse des Millennium Towers gibt zum Auftakt Überblick über die Brigittenau und Aufschluss über die anschließende Route durch den Bezirk. Im Zentrum des Spazierganges stehen drei bemerkenswerte Beispiele des Wiener Gemeindebaus aus den 1920er- und 1930er-Jahren mitsamt ihren weitläufigen Anlagen und Grünräumen, ihren Figuren, Denkmälern und Mosaiken: der Otto-Haas-Hof, der Winarskyhof und der Engelsplatzhof. Vorbei an weiteren beachtlichen Gebäuden und temporären Interventionen der VIENNA DESIGN WEEK im Fokusbezirk endet die Tour mit einer kurzen Überblicksführung durch die Ausstellung der diesjährigen Festivalzentrale.

Arch on Walk: Brigittenau #2 – OTTO WAGNER AUF DER INSEL

Tour: 1.10.2021, 14.45–19 Uhr
Schemerlbrücke

20., Schemerlbrücke/Am Brigittenauer Sporn

Genau dort, wo sich Donau und Donaukanal auf ein baldiges Wiedersehen verabreden, beginnt auch diese Tour: auf der Schemerlbrücke. An den beiden ikonischen Bronzelöwen vorbei begeben sich die Teilnehmer*innen auf die „Insel von Brigittenau“, zu Otto Wagners Wehr- und Schleusenanlage Nussdorf, deren prächtiges Herzstück das sezessionistische Schützenhaus ist. Nach dem Besuch der technischen Anlagen führt die Tour zum Brigittaplatz mitsamt seinem imposanten Bezirksamt, zur Brigittakirche von Friedrich von Schmidt und zu weiteren architektonischen Kleinoden sowie ausgewählten temporären Interventionen der VIENNA DESIGN WEEK im Fokusbezirk. Die Tour endet mit einer kurzen Überblicksführung in der Festivalzentrale.

BRIGITTENAU CITY TOUR
Benjamin Nagy & Anton Defant

TOUR: 24.9.2021, 14–15.30 Uhr
TOUR: 1.10.2021, 14–15.30 Uhr
MAYFLY – FUNCTIONAL COLLAGE

20., Karl-Meißl-Straße 1

Diese Citytour ist dem Vibe des 20. Wiener Gemeindebezirkes gewidmet. Das Kunstduo Benjamin Nagy & Anton Defant führt zu seinen Lieblingsspots zum Skaten, Essen oder einfach nur zum Abhängen und Leute beobachten. Die Tour dauert eineinhalb Stunden, Teilnehmer*innen kommen mit leerem Magen und offenen Augen – und lernen die Brigittenau von einer ganz anderen Seite kennen.

POST-APOCALYPTIC KAFFEEHAUS

24.9.–3.10.2021, 11–20 Uhr
Festivalzentrale am Sachsenplatz

20., Sachsenplatz 4-6

Wien ohne Wiener*innen oder der in der Karl Kraus’schen Stadt um zehn Jahre verzögerte Weltuntergang – jenseits aller Witze versammelt das postapokalyptische Kaffeehaus der VIENNA DESIGN WEEK poetische Interventionen, die dazu einladen, sich vorzustellen, was von den Ritualen unseres Alltages bleibt, wenn sich die Welt um uns ändert. Mit dem einfühlsamen Blick von Designer*innen bringt die Kollektion eine ganze Reihe an Positionen zusammen: radikal, humorvoll, intuitiv oder konzeptuell, roh oder fein ausdifferenziert. Dabei haben alle Objekte gemeinsam, dass sie sich nicht in zynischer Lust an der Katastrophe suhlen, sondern mit dem Fokus auf das, was wir gernhaben, Neues erdenken und bauen.

Mit Arbeiten von: Onka Allmayer-Beck, Michael Anastassiades mit J. & L. Lobmeyr, bonpart, KIM+HEEP, studio högl borowski, MADAME Architects, Anna Paul, Peter Sandbichler mit LDDE, Katrina Schneider, studionero und Daniel Stuhlpfarrer

Die Teile der von Gabriel Roland kuratierten Kollektion sind auf adorno.dk erhältlich. 
Mit Unterstützung von ADVANTAGE AUSTRIA (WKO) und des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport. 
Szenografie: Robert Rüf

THE BREASTFEEDING BENCH
mama.matters

24.9.–3.10.2021, 11–20 Uhr
Festivalzentrale am Sachsenplatz

20., Sachsenplatz 4-6

Es gehört zu den natürlichsten Dinge der Welt – und dennoch fühlen sich viele Menschen gestört, wenn Mütter in der Öffentlichkeit stillen. Nicht selten werden sie aufgefordert, sich zu bedecken oder gar zu gehen. Die Betroffenen reagieren in der Folge verärgert und fühlen sich mitunter ausgeschlossen. Mit einer von mama.matters entworfenen Stillbank, die prominent am Eingang der Festivalzentrale positioniert wird, stellt mama.matters den Akt des Stillens nun gut sichtbar öffentlich zur Schau und bietet Passant*innen die Möglichkeit, innezuhalten und zu beobachten.

Zeitgleich dazu ist im mama.matters Lab+Shop die Präsentation MOTHERHOOD [UN]SEEN zu sehen.

WASTE WARE – PRODUCTS MADE FROM FOOD WASTE
Studio Barbara Gollackner, Peter König

24.9.–3.10.2021, 11–20 Uhr
Festivalzentrale am Sachsenplatz

20., Sachsenplatz 4-6

90 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Europa jährlich im Müll. 26 weitere Millionen Tonnen fallen im gleichen Zeitraum außerdem durch Einweggeschirr an. Ausgehend von der Annahme, dass zukünftig jeder Haushalt über einen eigenen 3-D-Drucker verfügen wird, ergründen Barbara Gollackner und Peter König die Potenziale von Food Waste als organisches Druckmaterial. Wie können Endverbraucher*innen Lebensmittelabfälle – als größte Produzent*in derselben – sinnvoll nutzen? Welche neuen Materialien können in diesem Szenario entstehen? Altes Brot (Österreichs Food Waste #1) wird hier zu kleinen Löffeln, weichgewordene Karotten zu Blumentöpfchen – und die VIENNA DESIGN WEEK so zum Experimentierfeld für 3-D-gedruckte Nachhaltigkeit.