Burg Güssing

© Burgenland Tourismus/Andreas Hafenscher

Was ist los im Burgenland

Burg Güssing: Sonderausstellung über Adelsfamilie

Auf der Burg Güssing erinnert ab kommendem Freitag eine Sonderausstellung an den 30. Juni 1524, an dem die Burg zum Herrschaftszentrum der ungarischen Adelsfamilie Batthyány wurde. Damals wurde Franz Batthyány vom ungarischen König Ludwig II. mit der Burg und Herrschaft Güssing belehnt. Die Schau zum 500-Jahr-Jubiläum zeigt unter anderem Schätze aus dem Familienbesitz und Teile des Archivs, erläuterte Kurator Gert Polster am Mittwoch.

"500-jährige Verbundenheit"

Die Ausstellung "Der Pelikan über Güssing" soll die Geschichte der Burg eng verwoben mit jener der Familie Batthyány und die "500-jährige Verbundenheit" der Adelsfamilie mit dem Standort dokumentieren, sagte Ladislaus E. Batthyány-Strattmann, Kurator der Batthyány-Strattmann Burgstiftung Güssing. Gezeigt werden die Funktionen der Burg als Stammburg und Herrschaftszentrum - insbesondere zu Zeiten von Balthasar III. und seinem Sohn Franz II., die laut Polster "die große Ära von Güssing als Herrschaftsmittelpunkt und Hauptresidenz prägten". Außerdem wird die Gründung des Güssinger Franziskanerklosters mit Familiengruft unter Adam I. behandelt.

Neue Perspektive

Stiftungsadministrator Michael Gerbavsits betonte, dass die Burg in Zukunft als Ausstellungsort mit deutlich mehr Veranstaltungen fungieren soll. Das sei die neue Perspektive des Standorts, der bei einer Volksbefragung im Sommer 2021 über ein Kulturzentrum im Bezirk Güssing gegenüber der Sanierung des bestehenden Zentrums den Kürzeren gezogen hatte, wie auch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) in einer Aussendung festhielt.

Die Ausstellung wird am ungarischen Nationalfeiertag am kommenden Freitag eröffnet. Sie erstreckt sich über neun Räume und ist dreisprachig gestaltet (Deutsch, Ungarisch und Englisch). Nach der Eröffnung ist sie bis zum 31. Oktober jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare