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19:00
Amthof
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Öffnungszeiten:

Mittwoch bis Freitag, 15 bis 19 Uhr

Johanna Sadounig weist mit dem Ausstellungstitel „Komm.-Position“ einerseits auf ihre unterschiedlichen Positionen als Künstlerin, Kunsterzieherin, bzw. Kunstvermittlerin und deren Spannungsfelder innerhalb der Tätigkeiten und andererseits auf künstlerischer Ebene auf die kommunikativen Impulse in Wort und Bild hin.

In den Anfängen der künstlerischen Auseinandersetzung durch die Ausbildung dem Phantastischen Realismus verhaftet, hat sich in den Arbeiten der Künstlerin durch Studien und analytisches Wahrnehmen des Gesehenen und Empfundenen eine neue individuelle Bildsprache entwickelt. Form- und Rhythmusprinzipien in der Natur werden nun in eine parallel zur Wirklichkeit stehende Kompositionen übertragen, die subjektiv wahrnehmbare Bildräume erschließen. Die Technik der Öl- und Pigmentmalerei in Lasurtechnik lässt feinste Strukturen und Farbnuancierungen auf die Leinwand bannen, die durch den langen Trocknungsprozess und Arbeitszeitaufwand eine Art meditative Entschleunigung, aber auch konzentriertes sich Einlassen auf jedes Detail der Komposition ermöglicht. Komm.-Position.

Gezeigt werden neben Malerei auch Collagen, die reproduzierte Details aus historischen Kunstwerken aufweisen und deren jeweilige Künstlerpersönlichkeiten, den Kunststil und/oder die Bildinhalte betreffend, zum Ausgang neuer Kompositionen und veränderter Inhalte durch lineare und flächenhafte Techniken wurden (2019 bis 2021). Ein vierzeiliger Text begründet die bildhafte Auseinandersetzung mit jedem einzelnen Werk.


Im Ausstellungsraum "Gwölb" werden Arbeiten von TeilnehmerInnen der im Amthof stattfindenden Akt-Kurse gezeigt, welche unter der Leitung von Johanna Sadounig entstanden sind. Proportionsvergleiche, Erkennen von perspektivischen Verkürzungen, Erfassen von Haltung als Ausdrucksform, Licht- und Schattenverhältnisse, Analyse von Körper und Raumtiefe, Akzentuierungen u.v.m. sind Herausforderungen, denen man sich im Prozess der Darstellungsmöglichkeiten des menschlichen Körpers stellen, wobei aber die individuelle Umsetzung des Motives im Vordergrund stehen muss.