Eine Performance mit drei Personen und schwebenden, weißen Masken vor blauem Hintergrund.

© Marco Riebler

Theater

Der böse Geist Lumpacivagabundus oder Das liederliche Kleeblatt

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Fortuna – Beherrscherin des Glücks, eine mächtige Fee – tritt gegen Amorosa – Beschützerin der wahren Liebe, auch eine mächtige Fee – an. Und Lumpazivagabundus, der personifizierte Leichtsinn, Beherrscher des lustigen Elends, Beschützer der Spieler und Trinker – er verführt, verlustiert und rezitiert dazu passend H.C. Artmann Texte.

Und das liederliche Kleeblatt? Knieriem, der alkoholgetränkte Philosoph, Zwirn, der charmierende Lebenskünstler und Leim, der hin- und hergerissene Liebhaber – diese drei sind ausgesetzt dem Spiel der Geister, das wir oft als Schicksal bezeichnen, verbunden und gestützt nur durch ihre Freundschaft – und Leim gehalten durch seine Pepi, deren wahre Liebe alle letztendlich zusammenhält. Allerdings, die Drei sind verloren an ihre eigenen liebenswerten Schwächen, die uns Zuschauenden nur allzu bekannt sind – natürlich nur von den anderen, wir selbst sind sicher nicht so.

Denn selbst wenn wir heute unendlich viel Geld gewinnen würden, wir würden es doch nie sinnlos verschleudern, verfeiern, oder anderweitig zum Fenster hinauswerfen. Nein, heutzutage sind wir ja nachhaltig und verantwortungsbewusst, edel und uneigennützig, zukunftsvorsichtig und generationenübergreifend sorgfältig. Sicher! Den bösen Geist Lumpazivagabundus, den gibt es nicht. Den kennen wir nicht. Naja, kaum, nur ein bisschen, oder doch ein großes Bisschen.