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Der Hagestolz - Philipp Hochmair und Die Elektrohand Gottes

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Philipp Hochmair & Die Elektrohand Gottes
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18:00 - 20:00
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Anlässlich seines 50. Geburtstags haucht Philipp Hochmair Adalbert Stifters zeitloser Erzählung Der Hagestolz neues Leben ein. In der spannenden Begegnung von klassischer Literatur und zeitgenössischer Kreativität verschmilzt der Reichtum des Vergangenen mit der Lebendigkeit der Gegenwart.

Die Novelle, niedergeschrieben 1844 von Adalbert Stifter, berührt bis heute mit den zeitlosen Themen der Ehe, Familiengründung und Genealogie und gewinnt inmitten einer sich rasch wandelnden, kritischen Welt an neuer und erfrischender Bedeutung. In der modernen Interpretation der Erzählung erweist sich Hochmair erneut als Künstler von beeindruckender Vielschichtigkeit und Tiefe, welcher auf der feinen Trennlinie zwischen Jugend und Alter, Offenheit und Verschlossenheit, Lebensfreude und Härte wandelt.

"Unsere Neuinterpretation von Hagestolz ist eine Erinnerung daran, dass in den Geschichten von gestern auch die Fragen und Antworten von heute verborgen sind. Denn schließlich ermöglicht es die Kunst auf wunderbare Weise, gewohnte Muster aus neuer Perspektive zu betrachten und sie in den Kontext unserer modernen Welt zu stellen", so Philipp Hochmair.

Schon durch Projekte wie Jedermann-Reloaded, einer modernen Interpretation des klassischen Stoffs, oder den von Goethe und Schiller inspirierten, musikalisch-theatralischen Aufführungen Werther und Schiller-Balladen zeigte Hochmair sein Talent, vertraute Texte neu zu interpretieren. Mit Der Hagestolz macht es sich der Schauspieler nun erneut zur Aufgabe, ein klassisches Werk in der Auseinandersetzung mit den Lebensaufgaben der jungen Generation in die Gegenwart zu holen.

Und größer könnten die Gegensätze nicht sein, die Stifter in seiner Erzählung ausbreitet und welche den Weg ebnen für die großen, existenziellen Fragen des Lebens nach Zukunft, Freiheit und Sicherheit. Auf der einen Seite befindet sich der junge Victor, dessen Leben noch ungeschrieben vor ihm liegt, auf der anderen Seite sein zurückgezogener Onkel, ein Eremit, der auf einer Insel lebt und nur den melancholischen Blick zurück auf ein folgenloses Leben hat. In diesem Kontrast von Hoffnung und Erfahrung, Aktivität und Passivität zeigt Hochmair erneut seine außergewöhnliche Vielseitigkeit und offenbart, wie klassische Literatur in der Gegenwart eine beeindruckende Relevanz bewahrt. Auf der Bühne ergänzt und konterkariert wird die neue Hagestolz-Inszenierung von Fritz Rainer am Schlagzeug und Hanns Clasen, welcher sich verantwortlich zeichnet für das Sound- und Lichtdesign.

"Am Showdown ... hätte wahrscheinlich selbst Alfred Hitchcock seine Freude. Da lässt Hochmair Stifter zum Thriller-Autor werden ...Jubel!" (Kurier)