© Anna-Maria Löffelberger

Theater

Der neue Menoza

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Lenz ist der modernste, radikalste, wildeste Sozialankläger, das enfant terrible sozusagen seiner Zeit. Damit stehen der Autor und das Stück „Der neue Menoza“ mit seinen leidenschaftlichen, stürmenden und drängenden Gefühlen gleichermaßen für die gesamte Epoche. Mit seiner Kritik an bürgerlicher Verkommenheit legt es bis heute den Finger auf die Wunde angeblich zivilisierter Lebensformen.

 

Prinz Tandi aus dem fernen Cumba bereist Europa und will die abendländische Zivilisation auf dieser Kavaliersreise kennenlernen. So wird er Gast des Seidenraupenzüchters Biederling, bei dem bereits der – nomen est omen – etwas undurchsichtige Graf Camäleon logiert. Schnell erkennt der Prinz aus fernem Land, den die Aura des „schönen Wilden“ umgibt, die Niedertracht, die hier herrscht, ganz im Gegensatz zur aufgeklärten Geisteshaltung, mit der sich die westliche Gesellschaft schmückt.

Und nun nehmen schmerzliche wie komödiantische Verwicklungen ihren Lauf: „Jakob Michael Reinhold Lenz’ Stück rast durch alle erdenklichen Verhaltensweisen: Es wird sich verliebt, verführt, vergewaltigt, getäuscht, gemordet, physisch und verbal bedroht, gewürgt, erpresst, gestohlen, Wort gebrochen, bestochen, vergiftet (Kakao), geflüchtet, räsoniert, getreten und ausgepeitscht, es kommt zu kalkulierten Drogenpartys en masque mit Fluten von Alkohol und besinnungslosen Furien-Tänzen.“ – Dörte Lyssewski