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Die literarische Talkshow zum Thema Feminismus und mentale Gesundheit. Mit Beatrice Frasl, Yasmo, Silke Gruber, Christine Volgger, Stef.

Psychische Gesundheit ist politisch. Die Covid-Pandemie rückte in den Fokus, was schon länger klar war: Patriarchale Strukturen machen krank – und zwar alle Geschlechter. Besonders betroffen waren in den letzten zwei Jahren Frauen: Prekäre Arbeits- oder Wohnverhältnisse, zugespitzte Geschlechterungleichheiten und Mehrfachbelastungen stehen in Verbindung mit der Zunahme an psychischen Erkrankungen wie Depression.

Aus diesem Anlass wird die literarische Talkshow eine verschränkte Perspektive auf Geschlecht und mentale Gesundheit einnehmen. Geladen sind Autor:innen, Poetry-Slamer:innen und Expert:innen, die sich in einem Paso Doble von Lesung und Gespräch der Relation von Feminismus und psychischer Erkrankung widmen werden.

In diesem Rahmen wird die Autorin und Geschlechterforscherin Beatrice Frasl aus ihrem Debüt „Patriarchale Belastungsstörung. Geschlecht, Klasse und Psyche“ (Haymon, 2022) lesen. Darin wirft sie einen explizit feministischen Blick auf psychische Erkrankung und Machtverhältnisse; ihr Plädoyer: „Das Patriarchat macht krank.“

Ebenfalls präsentieren wird der Poetry-Slamer Stef die Anthologie „Irre schön. Poetry & Mental Health“. (Satyr, 2022) Dieses von Psychiater:innen und Psychotherapeut:innen hochgelobte Buch ist zur Hälfte wissenschaftlich recherchiertes Sachbuch, zur anderen Hälfte versammelt es 42 Texte von Poetry-Slamer:innen, die sich poetisch psychischer Erkrankung annähern. Die Autorin Silke Gruber wird ihren Text darin vortragen und als Vertreterin der lokalen feministischen Literatur- und Poetry-Slam-Szene einen expliziten Tirolbezug zum Ausdruck bringen. Seit ihrer Jugend feministisch aktiv ist auch die Slam-Poetin und Rapperin Yasmo, die sich und ihre Texte ebenfalls in die Diskussion einbringen wird. Als Expertin steht außerdem die Psychologin Christine Volgger Rede und Antwort.