© Apollonia T. Bitzan

Showtimes

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20:00 - 22:00
Kosmos Theater
makemake produktionen verbindet klirrende Kälte mit bittersüßer Hoffnung zu einem Panoptikum der zeitlosen menschlichen Abgründe. Paul Pluts pechschwarze Kompositionen verzahnen sich mit grellen Popsongs, arrangiert von Verena Giesinger (Schmusechor). Im Hungern und im Fressen zeigen die Menschen ihre Fratzen. Und die Milch fließt.
 
"Irgendwo ein Leben ohne Milch."

Die Milch erhält das soziale und nationale Band zwischen Mutter und Kind. Als Greißlerin versucht die Milchfrau, ihrer Familie eine Existenz zu schaffen. Sie entscheidet ihre letzte Ressource, ihren Körper, für ökonomischen Profit anzuzapfen. Alja Rachmanowa hat in ihrem autobiografischen Roman MILCHFRAU IN OTTAKRING eine Milieustudie der Zwischenkriegszeit geschaffen. Zeitgeschichtlich führen uns ihre Aufzeichnungen über den Justizpalastbrand zu den ersten Anzeichen des Nationalsozialismus.