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Theater

Drei Winter - Burgtheater Wien

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19:00 - 21:00
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Zagreb, 1945. Titos kommunistische Partisanen haben den Kampf gegen die Faschisten gewonnen. Die junge Partisanin Ruža zieht mit ihrer Mutter Monika, ihrem Ehemann Aleksandar und ihrem Baby Mascha in ein Haus, das verstaatlicht und aufgeteilt wurde. Zu ihrem Erstaunen ist das Haus nicht unbewohnt: Sie treffen auf eine Daheimgebliebene. Es ist Karolina Amruš, die Tochter des aristokratischen Hausherrn, der mit den Nazis kollaboriert hat und nach Argentinien ausgewandert ist.

1990. Mascha wohnt mit ihrem Vater Aleksandar, ihrer Schwester Dunja, ihrem Ehemann Vlado und den beiden Teenagetöchtern Alisa und Lucija immer noch im selben Haus. Ruža ist gestorben und die Familie ist zusammengekommen, um ihrer zu gedenken. Der Fernseher wird angeschaltet. In Belgrad wird der 14. Kongress des Zentralkomitees von Jugoslawien abgehalten. Die slowenische Delegation verlässt überraschend den Kongress, gefolgt von der kroatischen. Die Bevölkerung begehrt gegen das kommunistische Regime auf. Es ist das Ende Jugoslawiens.

2011. Das Haus ist jetzt Schauplatz eines Familiendiners. Mascha hat gekocht. Vlado hält angetrunken Reden. Alisa ist aus London angereist, ihre Schwester Lucija wird morgen den Unternehmer Damjan heiraten, und Kroatien führt Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union. Damjan wird das Familienhaus kaufen. Der Kapitalismus steht vor der Tür und ist kaum noch aufzuhalten. Dabei sind die Wunden der Vergangenheit noch immer nicht geheilt, die Kriegserinnerungen noch lange nicht vergessen.

In DREI WINTER erzählt die Autorin Tena Štivičić ein fesselndes Familienepos durch das Brennglas dreier historischer Momente in der Geschichte Kroatiens. Jede private Handlung ist politisch – und Politik prägt die persönlichen Entscheidungen und Schicksale.