© Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Falstaff

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19:00 - 21:30
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Falstaff ist Verdis letzte Oper. Mit ihr versuchte sich der Komponist noch einmal am Genre der heiteren Oper, einer Gattung, die er seit seinem rund 50 Jahre zurückliegenden Misserfolg mit Un giorno di regno nicht mehr angerührt hatte. Librettist des Falstaff ist Arrigo Boito, ein Komponistenkollege (er schrieb unter anderem Mefistofele), der zahlreiche erfolgreiche Textbücher verfasste.

Mit dieser Oper ist dem kongenialen Künstlergespann eine neue Form der musikalischen Komödie gelungen, die zwar in vielem – wie den Figurentypen – an die Tradition anknüpft, doch einen gänzlich anderen Weg nimmt: ein konventionsbefreites Werk, ungemein feinsinnig in seiner Struktur und seinen Querverbindungen, fernab vom plumpen Lachtheater. Basis war William Shakespeares Posse The Merry Wives of Windsor, das der Theaterautor angeblich in nur zwei Wochen auf Anweisung von Königin Elizabeth I. schrieb. Uraufgeführt wurde Falstaff 1893 an der Scala — wenige Tage nach der Uraufführung des ersten wirklich durchschlagenden Erfolges des jungen Giacomo Puccini, Manon Lescaut — damit hatte eine Art kompositorischer Generationenübergabe stattgefunden. Die Oper erzählt die Geschichte des heruntergekommenen Ritters Falstaff, der sich amouröse, vor allem aber finanzielle Zuwendungen seitens zweier verheirateter Damen erhofft, ungeschickt um diese wirbt und zuletzt an der Nase herumgeführt wird.

Die Oper endet mit einer in die Musikgeschichte eingegangenen riesenhaften Fuge, in der das Fazit des Werkes – alles ist Narrheit auf Erden – musikalisch durchdekliniert wird. In Wien wurde Falstaff noch im Uraufführungsjahr 1893 an der Hofoper im Zuge eines Scala-Gastspiels gegeben. 1904 folgte die erste reguläre Eigenproduktion in deutscher Sprache unter Gustav Mahler.

19:00 - 21:30