© Anja Köhler

Theater

Gastspiel: Lohn der Nacht

Showtimes

Man stelle sich ein Dreieck vor. Zur selben Zeit in derselben Stadt. Eine Brücke, ein Auto, ein Opernhaus. Eine Operndiva und Mutter, allein mit ihren Gefühlen und ihrer Kinderfrau, ein selbstbewusster Fußballstar im Sportwagen und ein korrekter Polizist, ein einsamer Mann, der sich an einem Brückengeländer und einer Bierdose festhält. Temporeich, witzig und überraschend verknüpft der in Wien geborene Autor Bernhard Studlar in seinem jüngsten Stück Figuren und Orte. Existenzielle Entscheidungen treffen auf Welterklärungsversuche am Würstelstand.

Bereits im August 2021 konnte das Publikum im Rahmen der Bregenzer Festspiele drei Aufführungen von „Lohn der Nacht“ erleben. Ein intelligenter Text in „flockig, leichter“ Inszenierung, der nach den Vorstellungen im Bregenz österreichweit im Rahmen der Theaterallianz auf Reisen geht. Das Stück ging nämlich aus dem Wettbewerb der Österreichischen Theaterallianz als Siegerstück hervor – gemeinsam mit den Bregenzer Festspielen wurde ein Theatertext zum Thema »Die Arroganz des Kapitals« gesucht.