© Felix Broede

Konzert

Heesch & Bruckner Orchester Linz

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19:30 - 21:30
Brucknerhaus Linz

Nicht immer schrieb Arnold Schönberg atonale Musik. Wenn er ältere Werke bearbeitete, überschritt er nie die Grenzen der Tonalität. So auch im Fall eines Cembalokonzerts von Matthias Georg Monn, das Schönberg 1932/33 zu einem Cellokonzert umarbeitete.

Das erste Drittel des 20. Jahrhunderts war geprägt von Widersprüchen und Spannungen, einem Nebeneinander von melancholisch-krisenhafter Endzeitstimmung und affirmativen Aufbruchs- und Erneuerungstendenzen. Auch in den Künsten dominierte die emotional aufgeladene Frage nach dem Verhältnis zwischen Tradition und Vision das Denken. Der omnipräsenten Musik des 19. Jahrhunderts und ihrer Fortführung stand der Versuch gegenüber, in Frontstellung gegen die Spätromantik mit experimentellen Werken musikalische Freiheit neu zu definieren. Einen spannenden Einblick in die Bemühungen um eine Synthese beider Strömungen bietet das Konzert mit dem von Publikum und Kritik einhellig gefeierten jungen Cellisten Christoph Heesch, der mit Arnold Schönbergs selten gespieltem, dabei nirgends atonalem Cellokonzert D-Dur bekannt macht, bei dem es sich um die „freie Umgestaltung“ eines vorklassischen Cembalokonzerts von Matthias Georg Monn handelt. Darüber hinaus präsentieren das Bruckner Orchester Linz und sein Chefdirigent Markus Poschner mit der Dorischen Musik von Heinrich Kaminski und der epochalen Sinfonie Nr. 2 Es-Dur von Franz Schmidt zwei zentrale Werke von dezidierten Bruckner-Verehrern, die auf ganz andere Art aus der Tradition heraus ihre Musikästhetik begründeten.