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Helena Adler

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Posthof Linz - Kleiner Saal
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Dem Elternhaus ist sie mit knapper Not entkommen, da bemerkt sie, die jüngste Tochter des Pleitebauern: Der Provinz entkommt man nicht. Also schließt sie sich einer Bande von Vandalen und Störenfrieden an, die die Provinz in die nahe Stadt tragen, den Schlachthof plündern und in Tierkadavern Drogen schmuggeln. Sie tanzen und sie wüten, sie spielen mit ihren Leben, weil sie es gewohnt sind, zu verlieren. Die Party ist erst aus, wenn die nächste beginnt, das Motto lautet "Überleben". Bis plötzlich nicht nur die eigene Existenz auf dem Spiel steht: Sie gebiert einen Sohn, den sie liebt wie einen Erlöser, und wird in dieser Liebe zu einem Scheusal im Kampf gegen die Sterblichkeit.

Fretten ist ein Bastard, ein Bankert, ein Mischling aus Lebensanklage und Liebeserklärung, gezeugt im Rausch der Verewigungssucht, im heiligen Zorn auf die Existenz und den Tod, geboren in Trümmern aus der Lust am Tabubruch. Es nennt beim Namen, was einen Namen hat, und zwar nicht zwischen den Zeilen, sondern Schwarz auf Schwarz, mit Sprachgewalt und einem Galgenhumor, dass einem die Luft wegbleibt.

"Schneid und Gefühl finden in diesem exzellenten Roman derart zusammen, dass er jede Faser elektrisiert. Auch deshalb ist das Buch eine einzigartige Erfahrung." (Die Zeit)

"Wer ein, zwei Absätze Helena Adler liest, erkennt sofort: Da schreibt Helena Adler. Das ist etwas, was nicht viele Autorinnen und Autoren von sich behaupten können." (Günter Kaindlstorfer, Ö1)

Helena Adler, geboren 1983 in Oberndorf bei Salzburg in einem Opel Kadett. Lebt als Autorin und Künstlerin in der Nähe von Salzburg. Studium der Malerei am Mozarteum sowie Psychologie und Philosophie an der Universität Salzburg. 2022 Shortlist Österreichischer Buchpreis, 2020 Longlist Deutscher und Österreichischer Buchpreis

Helena Adler, Fretten, Jung und Jung, 2022