peter-waldeck-c-heribert-corn-300x200.jpg

© Heribert Corn

Outdoor

Kultursommer Wien - Manfred Rebhandl & Peter Waldeck: Wiener Gegensätze

Showtimes

20:00 - 21:00
Kongreßpark
Mehr
Kongreßpark 1160 - Erreichbarkeit: Straßenbahn 2/10: Liebknechtgasse, Straßenbahn 43: Hernals, S-Bahn: Hernals Wo genau: Kongreßpark (Nähe Lobmeyergasse)
Mehr

#Lesung #Krimi #Spaß #Schulden

Manfred Rebhandl: Erster Mai

Das Rote Wien, zwei Tote im Gemeindebau, der Maiaufmarsch – genug Themen, um sich die schöne Wienerstadt zur Brust zu nehmen.

„Ich wachte vom Baulärm auf, schälte mich aus dem Bett, 
ging zum Fenster und schaute auf das Haus gegenüber. 
Ein verdammter Investor hatte es übernommen und mit 
dem Haus auch die Wohnung meines Kumpels Ringo, 
der dort ohne rechtes Bein, dafür aber mit unbefristetem 
Mietvertrag wohnte. Aber wie lange noch?“

Erster Mai in Wien, und die Ärmsten der Armen von allen Seiten unter Druck. Der Superschnüffler zieht sich seinen kanariengelben Jogginganzug an und macht sich auf sie zu rächen.


Peter Waldeck: Spaß und Schulden am Neustifter Kirtag

1985, Neustifter Kirtag. Die konservative Politprominenz drängelt sich beim alljährlichen Winzer-Event. Es wird genetzwerkt und getrunken. alle wollen Erhard Busek die Hand schütteln und gemeinsam über Kreisky schimpfen. Dieser hochoriginelle Roman schildert einen Nachmittag inmitten dieses zutiefst österreichischen Schauspiels.

Der Neustifter Kirtag ist heutzutage ein bombastisches Event. Für drei Tage im Jahr brummt das gemütliche Weinhauer-Viertel am Rande Wiens. Prominente zwängen sich in Tracht und Dirndl, Jugendliche schniegeln sich für eine dreitägige Sauftour zurecht, Politiker geben den letzten Rest an Würde auf, um ein paar Stimmen am rechten Rand abzuräumen. Traurig, pompös, unentrinnbar. Doch in den 1980er Jahren, in denen dieser Roman spielt, war der Neustifter Kirtag noch eine erbärmliche Angelegenheit. Schäbige Stände, ein quietschendes Ringelspiel, enttäuschte Kinder, grantige Eltern, Anspannung und Ohrfeigen.

„Leseempfehlungsalarm! Peter Waldeck ist ein Genie des komischen Erzählens.“
Fritz Ostermayer (FM4/ Schule für Dichtung)

„Ein komischer, surrealer und temporeicher Roman.“
Zeit im Bild