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Theater

Lachesis

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Lachesis wildert völlig ungeniert im Bereich popkultureller Mythen, von Science Fiction und Hollywoodkino und öffnet so den spielerischen Raum eines politischen Gegenwartstheaters.

Kammeroper in einem Akt
Text von Hermann Schneider Auftragswerk des Landestheaters Linz
In deutscher und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung
Ingmar Beck
Inszenierung
Lukas Hemleb

Haimon, ein Krieger
Michael Wagner

Potone, Kybernetikerin
Gotho Griesmeier

Chloris, Biologin
Christa Ratzenböck

On
Elias Morales Pérez

Phillip, ein Ermittler
Matthäus Schmidlechner

Bruckner Orchester Linz

Lachesis ist der Name einer griechischen Göttin, die für die Zuteilung des Schicksals verantwortlich ist. In ihrem gleichnamigen Musik- theater diskutieren Librettist Hermann Schneider und Komponist Marijn Simons den Freiheitsbegriff in einem post-demokratischen Staatswesen. Die beiden Künstler entwerfen dafür den dystopischen Kosmos einer in die Zukunft projizierten antiken Welt. Wie bei Platon prognostiziert, ist mittlerweile aus der Demokratie eine Tyrannis geworden. Als Gegenreaktion auf die vernunftorientierte bürgerliche Demokratie hat das Irrationale Konjunktur. In Kombination mit gesteigerter Wissenschaftsgläubigkeit und der neuen Orientierungskategorie „Meinung“ wurde eine Gemengelage geschaffen, die einen neuen Mythos geboren hat: den Zukunftsmenschen, der sich aus der genetischen Reproduktion von Biomasse und Bewusstseinsprojektionen konstruiert.