© Lukas Beck / Eva Mayer

Theater

Lesung: Isaac B. Singer & Ruth Brauer-Kvam, Nikolaus Habjan

Showtimes

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Seiner Dankesrede zum Erhalt des Literaturnobelpreises begann der polnisch-US-amerikanischer Schriftsteller Isaac B. Singer mit den Worten: „Der Geschichtenerzähler und Dichter unserer Zeit muss ein Entertainer des Geists sein, im ganzen Sinne des Worts, nicht nur ein Prediger sozialer und politischer Ideen. Nichtsdestotrotz ist es auch wahr, dass der ernsthafte Autor unserer Zeit zutiefst besorgt sein muss, über die Probleme seiner Generation.“ Singer, der 1904 in Polen als Sohn eines Rabbiners geboren wurde und 1935 in die USA auswanderte, gelang es, mit seiner leidenschaftlichen Erzählkunst zu unterhalten und gleichzeitig mit dem Blick seiner polnisch-jüdischen Kulturtradition das universell Menschliche zum Leben zu erwecken.

Mit Unterhaltung und Leidenschaft einen Sog zu erzeugen und gleichermaßen die Probleme unserer Gesellschaft zu sezieren, bildet die Basis der Kunst der Schauspielerin und Regisseurin Ruth Brauer-Kvam und des Regisseurs und Puppenspielers Nikolaus Habjan. Beide erschaffen auf der Bühne Welten, die von Publikum und Presse gleichermaßen bejubelt werden, wie in den vergangenen Spielzeiten am Landetheater mit Habjans Inszenierung von „Am Königsweg“ und „Molières Schule der Frauen“ von Ruth Brauer­Kvam.


Zusammen lesen sie aus Singers Erzählband „Späte Liebe“, der Geschichten von drei Protagonisten vereint, die im Alter noch einmal der Liebe in ihren verschiedensten Formen begegnen. Die Erzählungen wurden 2009 unter dem Titel „Bis später, Max!“ mit der österreichischen Schauspielerlegende Otto Tausig in der Hauptrolle verfilmt.