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© © Fotos: Elfi Oberhuber, privat Plakat: OESTIG

Konzert

Neue Musik Generation

Showtimes

Vergangene Showtimes

Mit ihrem letzten Auftritt zeigte sich Sopranistin JOWITA SIP in neuem, künstlerisch internationalem und zeitgemäßem Kolorit: mit Ukrainer MICHAEL BABYTSCH am Cello, sowie der japanischen Pianistin AYA MESITI fand sie mit Liebe zum Detail zur Perfektion. Darüberhinaus ließ SIP bei EBERHARD BOETTCHERs Komposition, die jener für die Sängerin kreiert hat, durchblicken, dass sie – trotz ihrer Auszeichnung für den Erhalt des Europäischen Musikerbes – auch Talent für Neue Musik hat. Jetzt gestaltet sie damit einen ganzen Abend, wobei Berliner und Ehrenmitglied der INÖK, BOETTCHER, eine zentrale Rolle spielt:
Diesmal werden alle seine „Drei Lieder“ der SIP-gewidmeten Kompositionen dargeboten: „Sonnwendnacht – Spätsommer – Herbst“ , sowie BOETTCHERs weitere „Drei Lieder“ , betitelt „Nordischer Himmel“ , wozu Liedtexter FRANZ FORSTER live liest.

Inhaltlich wird das also ein Abend der „Naturgewalten“, was ins Philosophische reicht: „Das Jenseits der Unendlichkeit“ lautet etwa übersetzt die Komposition der jungen Italienerin PAOLA ARIANO. Die italienischen Titel „Fieberhaft“ des früher an der ukrainischen Musikakademie lehrenden VADIM ZHURAVITSKY, sowie „Entsetzen und Tränen der Witwe Biserio (Bolte)“ aus der Oper „Max und Moritz“ des Wiener Komponisten ALEXANDER BLECHINGER lassen außerdem ein dazu passendes leidenschaftliches Temperament vermuten. – Interessant zu erfahren, wie sich das wohl im Stil der „Neuen Musik“ äußert, da jene ja tendenziell – besonders von Komponisten deutsch-österreichischer Herkunft (FERDINAND WEISS) – eher gefasste Emotionen enthält. Oder ist damit etwa der Titel „Neue Musik Generation“ zu erklären? Dass diese „Generation“ auch frankophil-poetische Dimensionen einnehmen kann, verspricht die Komposition „Poème“ von MICHAEL BABYTSCH, der diese neben „Sacher-Variation“ von Pole WITOLD LUTOSLAWSKI spielt. Auch eine Form von moderner „Folkore“ wird von dieser „Generation“ vertreten, was etwa der in Ex-Jugoslawien geborene und in der Steiermark wirkende FRANZ KORINGER mit seinen „Südosteuropäischen Bauerntänzen“ beweist.

(Online-)Platzreservierung und weiterführende Info auf www.rotersalon.at

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