© Philine Hoffmann, Georg Mayer und Anna Stöcher, Collage Alexander Ach Schuh

Theater

Ödipus: Eine Krimikomödie

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Bei ÖDIPUS kann das Publikum nicht nur zusehen, sondern auch teilhaben und an entscheidenden Gabelungen Schicksal spielen. Ob das einen Unterschied macht, wird sich zeigen. Aber kennen wir diese Widersprüchlichkeit nicht aus dem echten Leben? Unsere Kränkungen lenken uns, unsere Traumen machen uns zu Täter*innen, unsere Träume zu Hoffenden und unsere Taten zu tragischen Existenzen, über die der Himmel lacht. Let’s party!

„Jetzt sei doch nicht so ein Langweiler, geh aus dir heraus, LEBE doch mal, Ödipus!“

Früher war er so ein lieber Bub! Was ist da passiert? Wann ist es passiert und ist etwas passiert? Hätte nicht alles anders kommen können? Und wenn, wie? Wodurch hat die Katastrophe begonnen?


Oioi, wenn man das wüsste. Ist der Lauf der Dinge vorherbestimmt und launenhafte Gottheiten wählen uns Menschen für ihre grausamen Spiele willkürlich aus? Oder (welch ein moderner Gedanke!) gibt es Ursache und Wirkung, eine stringente Ereigniskette aus dem Kleinsten ins Größte, aus dem Banalen ins Entsetzliche?

In der Bearbeitung der Ödipus-Legende des Duos Dymnicki-Pschill ist die gewählte Antwort eine psychologische – jedes Desaster beginnt mit einer Kränkung. Diese Verletzung der Seele findet zu Anfang der Geschichte statt und wird an ganz bestimmten Weggabelungen aufs Neue durchlitten. Das hat verhängnisvolle Entscheidungen zur Folge und führt letztendlich in den Abgrund. Die uralte Geschichte des Ödipus steht stellvertretend für die Unausweichlichkeit unserer Handlungen. Der Feind, der einem gegenübertritt, ist man letztlich immer selbst. Für alle anderen gibt es zwei Möglichkeiten: Mord oder Therapie. Da beides, heute wie damals, nicht immer eine Option ist, gab und gibt es das Theater.