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Antonio Vivaldi: «L’Olimpiade» RV 725 (Oper in drei Akten) Libretto von Pietro Metastasio (in einer Bearbeitung von Bartolomeo Vitturi) Uraufführung: Venedig, Teatro Sant’Angelo, 17. Februar 1734 Edition: Kritische Ausgabe von Alessandro Borin und Antonia Moccia (Ricordi, Mailand) Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Die Olympischen Spiele zum Titel und Inhalt einer Oper zu machen erscheint aus heutiger Sicht vielleicht etwas ungewöhnlich. Um 1733 war dies nicht so, denn da begann in Wien die Karriere eines der meistvertonten Libretti der Musikgeschichte. Die Handlung, die sich der berühmte Pietro Metastasio als Hofdichter Kaiser Karls VI. dazu erdachte, nimmt folgenden Lauf: Clistene, König von Sikyon, wurde zum Regenten der Spiele gewählt und hat die besten Athleten Griechenlands zum sportlichen Wettstreit geladen. Dem Sieger winkt ein besonderer Preis, nämlich die Hand seiner Tochter Aristea. Auf eben diese hat es Licida, ein aus Kreta zugereister Jüngling und (vermeintlicher) Sohn des dortigen Königs, abgesehen, der wegen des in Aussicht gestellten Gewinns seine bisherige Geliebte Argene vergessen hat. Da Licida jedoch berechtigte Zweifel an seinen Erfolgen bei den anstehenden Bewerben hegt und ihm in Megacle, ein Freund und potenzieller Olympionike beiseite steht, bittet er diesen anstelle seiner anzutreten. Megacle wiederum, der sich Licida gegenüber (wegen einer Rettung aus einer früheren, lebensbedrohlichen Situation) in Bringschuld sieht und sich mit Aristea in einer geheimen Liebesbeziehung befindet, ahnt vorerst nichts von der List des Freundes und gibt ihm sein Einverständnis. Indessen hat Argene, die zur Vermeidung einer ungleichen Ehe aus ihrer kretischen Heimat verbannt wurde, in einem Waldstück nahe Elis, dem Austragungsort der Spiele, Zuflucht gefunden, wo sie auf die ihr gleichgestimmte Aristea trifft.

Kein halbes Jahr nachdem Antonio Caldara mit seiner Erstvertonung der metastasianischen «L’Olimpiade» den Geburtstag von Elisabeth Christine, der Gemahlin Karls VI., geehrt hatte, ließ am Teatro Sant’Angelo zu Venedig ein dort (nach längerer Zeit der Abwesenheit) wieder sehr erfolgreich agierender Komponist mit einer ganz eigenen Fassung der Oper von sich hören. Es war Antonio Vivaldi, der mit besagter Oper einen

«Feldzug zur Rückeroberung der venezianischen Theater» führen wollte, und zwar gegen diverse Vertreter der sog. «Neapolitanischen Schule», die sich dort zwischenzeitlich breitgemacht hatten. Dass dieser «Feldzug» auf Grundlage eines Textbuchs geschah, dessen Verfasser seit jeher zu den Hauptvertetern jener Stilrichtung zählt und zudem auf einer im Schaffen des «prete rosso» vergleichsweise selten geforderten Virtuosität im Bereich der gesanglichen Linie beruht, kommt Alessandro De Marchi besonders entgegen – sind seine Interpretationen doch zu Aushängeschildern der jüngeren Aufführungsgeschichte der Oper neapolitanischer Prägung geworden. Zusammen mit einem Ensemble erlesener Solist*innen, angeführt von Raffaele Pe, Bejun Mehta und Margherita Maria Sala, präsentiert uns der Maestro zum Auftakt seiner letzten Festwochen ein Drama über Jugend, Körperkultur und starke Gefühle!

Besetzung

Benedetta Mazzucato
Sopran
Bruno de Sá
Sopran

Margherita Maria Sala
Contralto

Bejun Mehta
Countertenor

Raffaele Pe
Countertenor

Christian Senn
Bariton

Luigi De Donato Bass

Innsbrucker Festwochenorchester