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© Meinrad Hofer

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Brucknerhaus Linz
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Saison 2021/22 - Sonntagsmatineen I



  1. von wahlweise 6 oder 7 Konzerten im Abonnement

Jünger und Meister – Hugo Wolf und Anton Bruckner.

Obwohl Hugo Wolf in den Jahren 1875 bis 1877 am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien studierte, besuchte er dort nicht Bruckners Harmonielehre- und Kontrapunktunterricht. Wenn er damit auch kein Bruckner-Schüler im engeren Sinne ist, entwickelte er sich nach anfänglichen Vorbehalten gegen die „Werke eines verunglückten Genies“ nicht zuletzt als Musikkritiker des Wiener Salonblatts zu einem der lautstärksten Befürworter des großen Sinfonikers, den er als „außerordentlichen Mann“ rühmte, „der unter den jetzt lebenden Componisten (Liszt natürlich ausgenommen) den ersten und größten Anspruch hat, aufgeführt und bewundert zu werden“.

Den instrumentalen Auszügen aus Wolfs einziger Oper Der Corregidor sowie ausgewählten Orchesterliedern, denen sich kein Geringerer als Starbariton Thomas Hampson annehmen wird, stellen Martin Haselböck und das Orchester Wiener Akademie Bruckners Sinfonie Nr. 3 d-moll entgegen. Die kuriose Entstehungsgeschichte der 1889 fertiggestellten dritten Fassung des Werkes, auf deren endgültige Gestalt neben den Bruckner-Schülern Franz und Josef Schalk auch Gustav Mahler erheblichen Einfluss nahm, liefert dabei ein bemerkenswertes Beispiel für die künstlerische Wechselwirkung des Lehrer-Schüler-Verhältnisses.

PROGRAMM
Hugo Wolf (1860–1903)

Vorspiel zur Oper Der Corregidor (1895, rev. 1897)

Orchesterlieder nach Gedichten von Eduard Mörike (1889–91)

Zwischenspiel aus dem II. Akt der Oper Der Corregidor (1895, rev. 1897)

Orchesterlieder nach Gedichten von Johann Wolfgang von Goethe (1890, 1893)

Anton Bruckner (1824–1896)

Sinfonie Nr. 3 d-moll, WAB 103 (1872–73, rev. 1874, 1876–78, 1887–89) „Fassung 1889“