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Acht lange Jahre mussten die Fans des schottischen Song-Genies Paolo Nutini auf neue Musik warten. Acht Jahre, die der 37-Jährige auf die bestmögliche Weise genutzt hat, um seinen schon immer Grenzen sprengenden Genre-Mix zwischen Classic Soul und modernem Pop, zeitlosem Folk und geschmeidiger Rockmusik noch weiter in die unterschiedlichsten Richtungen auszudehnen. Das Warten hat sich gelohnt, denn mit "Last Night In The Bittersweet" hat Paolo Nutini ein Doppelalbum mit 16 neuen Songs im Sommer 2023 veröffentlicht, das wieder in die internationalen Charts kletterte.

"Es ist eindeutig der italienische Teil meiner DNA, der mich dazu nötigt, meine Musik immer wieder neu zu erfinden und weiterzudenken", sagte Paolo Nutini im Interview mit dem Magazin GALORE. "Für Italiener ist Stagnation der kreative Tod. Und auch ich könnte überhaupt nicht damit leben, etwas zu veröffentlichen, das ich so oder so ähnlich zuvor schon einmal gemacht habe." Dass dieser Prozess eines chronischen Innovationswillens von Album zu Album nicht leichter wird, erklärt sich von selbst. Dazu ein paar Zahlen: Nutini, Sohn einer schottischen Mutter und eines italienischen Vaters, erreichte mit seinen letzten beiden Alben "Sunny Side Up" (2009) und "Caustic Love" (2014) ebenso wie mit dem aktuellen Doppelalbum jeweils aus dem Stand Platz 1 der UK-Albumcharts, dazu kommen allein in Großbritannien acht Millionen Single-Verkäufe und 18 Platin-Zertifizierungen. Insgesamt stehen weltweit acht Millionen verkaufte Alben, 33 Platin-Auszeichnungen und über 1,5 Milliarden Streams zu Buche. Obendrein ist Nutini Preisträger des renommierten Ivor Novello Awards und war mehrfach bei den BRIT Awards nominiert.

Zu verdanken hat er diese außergewöhnliche Karriere zwischen einem Superstar mit Samtstimme und einem freigeistigen Künstler, der sich keinen Deut um Genre-Beschränkungen oder den aktuellen Zeitgeist schert, seinem Großvater, der schon früh sein Talent entdeckte und ihn bereits als Kind dazu animierte, so viel zu singen wie nur möglich. Das gemeinsam geschmetterte Repertoire reichte von italienischen Opernarien über schottische Folk-Hymnen bis hin zum Katalog der großen Soul-Klassiker. Parallel entdeckte der junge Paolo in den Plattenregalen seiner Familie bis heute wichtige Referenzpunkte zwischen Ray Charles und Elton John, Van Morrison und Pink Floyd. Obendrein lernte er schon als junger Teenager bei Nebenjobs zwischen Bühnentechniker, Merchandise-Verkäufer, Gitarren-Roadie und Studiohelfer das gesamte Musikbusiness von der Wurzel her kennen. Ein solides Rüstzeug, das ihn im Alter von 16 Jahren seine Sachen packen und vom schottischen Paisley nach London ziehen ließ, um dort seine eigene Musikkarriere in die Hand zu nehmen.

Zwei Jahre und zahllose Pub-Gigs später erschien im Juli 2006 seine erste Single "Last Request", die sofort bis auf Platz 5 der UK-Charts schoss und erstmals andeutete, dass von diesem blutjungen Talent Großes zu erwarten ist. Der Rest ist Geschichte: Seither wächst sein internationaler Erfolg kontinuierlich, selbst die USA konnte der Schotte knacken. Diese besondere Erfolgsgeschichte hat sich mit seinem vierten Album "Last Night In The Bittersweet" ungebremst fortgeschrieben. Trotz seines progressiven Ansatzes, seinem schon immer breit gefächerten Sound wurden weitere überraschende Elemente wie sphärischer Progrock, hypnotischer Krautrock oder grimmiger Post-Punk hinzugefügt. Solange seine distinktive, überragend vielseitige Stimme über allem thront, ist es fast egal, mit welcher Musik sie unterlegt wird.