© Foto: Okno Studios, Courtesy RajkamalKahlon

Kunstausstellung

Rajkamal Kahlon

Showtimes

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 11 bis 19 Uhr, Donnerstag 11 bis 21 Uhr

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Die Kunsthalle Wien im Museumsquartier lädt zur Einzelausstellung von Rajkamal Kahlon ein.

Die Kunsthalle Wien widmet sich bis 9. April in einer umfangreichen Schau der in Berlin lebenden US-amerikanischen Künstlerin Rajkamal Kahlon. "Which Side Are You On?" umfasst eine Auswahl von Werken aus mehr 20 Jahren künstlerischen Schaffens sowie mehrere neue Auftragsarbeiten für die Ausstellung, wie am Donnerstag bei einer Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung berichtet wurde.

In ihren Arbeiten erforscht Kahlon die Verflechtungen von Macht und visuellen Regimen. Sie geht Narrativen nach, die als wissenschaftlich und objektiv gelten - und die zugleich einen Einfluss auf kollektive Vorstellungen haben und Sichtweisen und Interpretationen entscheidend prägen. "Am Anfang ihrer Werke stehen daher kritische Forschungen zu Archiven, historischen Dokumenten und der Literatur des Kolonialismus, die sie mit Zeichnungen und gemalten Bildern von Menschen überblendet, die sonst dem kolonialen Blick dieser Quellen ausgeliefert sind", hieß es anlässlich der Präsentation.

Zeichnung und Malerei werden so zu Orten des politischen und ästhetischen Widerstands: Kahlon setzt der Gewalt, die den kolonialen und ethnografischen Darstellungen innewohnt, Schönheit, Humor, Sinnlichkeit und Verführungskraft entgegen. Die Arbeiten - auf den ersten Blick schön und verführerisch - wecken ein gewisses Unbehagen. Beim näheren Betrachten tritt die in ihnen steckende Gewalt hervor - etwa die Autopsieberichte aus einem Militärgefängnis, die in leuchtend pinkfarbenen Hintergrund eingebettet sind.

Der Titel der Ausstellung zitiert einen Song, den Florence Reece während einer Serie von Streiks, Hinrichtungen und Bombenanschlägen schrieb, die sich in den 1930er-Jahren in Kentucky ereigneten. Reece war die Frau eines Minenarbeiters, die wegen der gewerkschaftlichen Tätigkeiten ihres Mannes von der Polizei terrorisiert wurde.

Öffnungszeiten:

Dienstag – Sonntag 11–19 Uhr
Donnerstag 11–21 Uhr