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© Erwin Kovacs

Kunstausstellung

Roland Maurmair - Bio Deluxe

Showtimes

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19:00 - 23:59
Bildraum 01
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Öffnungszeiten:

Mo: Geschlossen
Di: 13:00 - 18:00 Uhr
Mi: 13:00 - 18:00 Uhr
Do: 13:00 - 18:00 Uhr
Fr: 13:00 - 18:00 Uhr
Sa: Geschlossen
So: Geschlossen

Zimmerpflanzen und Haustiere, kultivierte Parkanlagen oder andere landschafts-architektonische Grünflächen — das ist Natur, wie sie uns täglich umgibt und gefällt.

Roland Maurmair untersucht in seiner Ausstellung „Bio Deluxe“ im Bildraum 01 die auffällig ambivalente Beziehung unserer Gesellschaft zur Natur. „Bio“ ist so en vogue wie noch nie und inzwischen auch wirtschaftlich hoch relevant. Googelt man etwa den Begriff „Bio Deluxe“, so erhält man aktuell über 82 Millionen Ergebnisse. Doch was hat „Bio“ mit Luxus zu tun? Korreliert der anhaltende Bio-Boom mit gesteigertem ökologischem Bewusstsein? Was bewirkt diese Ästhetisierung von Natürlichem und was bewirkt sie in unserem Verhältnis zur Umwelt und unserem Verhalten? Diese Fragen leiten Roland Maurmair in seiner Studie des „Bio Deluxe“-Trends.

Neben grafischen Werken wird der Bildraum 01 in einen kleinen Garten mit Pflanzenaufzucht verwandelt. Inspiriert von Dürers großem Rasenstück, das — entgegen dem ersten Eindruck — kein Stück natürlicher Wiese zeigt, hat der Künstler für seine biologisch-skulpturale Arbeit Luxusgüter, wie z.B. eine Louis Vuitton-Tasche, erworben und zu einem Container für ruderale Wildnis verwandelt. Mit Hilfe von Tageslichtlampen sollen die monatelang vorgezüchteten Pflanzen im Bildraum 01 weiter gedeihen und sogar Früchte tragen, die am Ende der Ausstellung erntereif sein sollen. Maurmairs Kartoffelernte wird in Folge zur Produktion von luxuriösen Kartoffeldrucken verwendet. Für den Geruchssinn hat der Künstler ein besonderes Experiment gestartet — durch Destillation, Extraktion und Enfleurage sollen sich Rote Rüben & YSL zu einer neuen Duftnote vereinen.

In Form dieser multimedialen Rauminstallation ergründet der Künstler das Spannungsfeld zwischen Natur und ihrer kulturellen Überformung und lädt die Betrachter*innen ein zur diskursiven Erkundung mit allen Sinnen.