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Konzert

Sommerkonzert Universitätsorchester Innsbruck

Showtimes

Vor genau zwei Jahren wollte das Uniorchester Innsbruck sein 100-jähriges Jubiläum mit der monumentalen 8. Symphonie von Anton Bruckner feiern – und nun kann dieses Ereignis endlich nachgeholt werden. Das Uniorchester Innsbruck unter Claudio Büchler lädt darum ganz besonders herzlich zu seinem Sommersemester-Abschlusskonzert, bei dem es eine Symphonie zur Aufführung bringt, die als „Krone der Musik des 19. Jahrhunderts“ bezeichnet wird.

Anton Bruckner komponierte seine 8. Symphonie in c-Moll zwischen 1884 und 1887, überarbeitete sie aber nach Kritik des Münchner Dirigenten Hermann Levi noch einmal gründlich und vollendete die zweite Fassung schließlich im Frühling 1890. Die Uraufführung fand allerdings erst 1892 statt – vor 130 Jahren also. Bei dieser Aufführung durch die Wiener Philharmoniker unter Hans Richter tobte das Publikum vor Begeisterung und der Komponist musste sich nach jedem der Sätze verbeugen. Mit ca. 80 Minuten Spielzeit war das Werk die erste Symphonie mit so gewaltigen Ausmaßen und auch die Besetzung mit dreifach besetzten Holzbläsern und vier Wagner-Tuben zusätzlich zu den üblichen vier Hörnern unterstreicht den monumentalen Charakter.
Bruckner selbst bezeichnete die Symphonie als ein „Mysterium“, Hugo Wolf aber schrieb in einem Brief nach der Uraufführung: „Es war ein vollständiger Sieg des Lichtes über die Finsternis […]“. Das Uniorchester Innsbruck freut sich, dieses besondere Werk nach zwei Jahren des Wartens endlich aufzuführen.