Stephanie Misa, The Generic Fan, 2021 | Foto: Jolly Schwarz

© Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin

Kunstausstellung

Stephanie Misa — Hollow Hallow

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Kunstraum Lakeside
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Eröffnung, 3. Oktober 2023, 19 Uhr Ausstellung, 4. Oktober – 10. November 2023 Öffnungszeiten: Di 12–18 Uhr, Mi–Fr 10–13 Uhr
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Eröffnung, 3. Oktober 2023, 19 Uhr
Ausstellung, 4. Oktober – 10. November 2023

„Meine künstlerische Praxis schreckt nicht vor dem Politischen zurück“, streicht Stephanie Misa heraus, wenn sie darüber spricht, wie unterschiedliche gesellschaftliche Lebensrealitäten und Zugehörigkeiten miteinander verwoben sind und wie die Wechselseitigkeit von Kategorien wie Geschlecht, Klasse, Ethnizität oder sexuelle Orientierung die persönlichen Chancen innerhalb der Gesellschaft beeinflusst. „Wahrscheinlich nehme ich den Slogan der zweiten Welle der Feministinnen, ‚das Persönliche ist politisch‘, wörtlich, aber vielleicht etwas abgewandelt in ‚das Politische ist persönlich‘“.* Viele der Arbeiten der auf den Philippinen aufgewachsenen und in Europa lebenden Künstlerin kommentieren den gesellschaftlichen Zusammenhang, in den wir eingebettet sind, sei es das soziale, politische oder kulturelle System.

„Vielleicht besteht die Rolle von Künstler*innen darin“, so Stephanie Misa, „Gegenstände, Ereignisse, Menschen und sogar Orte zu demontieren und zu sezieren, damit wir die Dinge etwas klarer sehen können – sodass wir, wenn etwas sexistisch, frauenfeindlich, rassistisch, kolonialistisch, fremdenfeindlich, ungerecht und würdelos ist, die Möglichkeit haben, dies zu beanstanden.“* Ihre Nachforschungen zu Fragen der Identität, Migration und historischer und kultureller Authentizität kommen in Videos, Skulpturen, druckgrafischen Werken, Fotografien sowie Textproduktionen zum Ausdruck. Die eigenen diasporischen Erfahrungen der Künstlerin als Woman of Color dienen dabei als Folie, um über Themen wie kulturelle Hybridität, wirtschaftliche Systeme und Ko-Dependenzen, patriarchale Strukturen und ihre imperialistische Agenda, den Begriff der „multiracial whiteness“ und soziale Medien, identitäre Bewegungen oder allgemeiner über unsere Gesellschaft in Krisenzeiten zu reflektieren.

* Paula Marschalek, „Interview with Stephanie Misa“, www.les-nouveaux-riches.com/interview-with-stephanie-misa.

Stephanie Misa (* 1979 auf den Philippinen) lebt und arbeitet in Wien und Helsinki.
www.stephaniemisa.com

 

Öffnungszeiten: Di 12–18 Uhr, Mi–Fr 10–13 Uhr