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© Theaterarchiv Fleischerei/Sprung

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Straßentheater Auf Achse - You Don't Have to Be Cassandra!

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Straßentheater und Performance in Rudolfsheim-Fünfhaus: Über Utopien & Dystopien in Zeiten der Pandemie. Wo? In 10 Stationen rund um die hippe Reindorfgasse und zurück.

Eine multi-disziplinäre Straßentheaterperformance von tanzenden, musizierenden, erzählenden Frauen durch den 15. Bezirk. Sie spielen auf zum Thema „Kassandra“, das aus unterschiedlichen Perspektiven eine Annäherung an die ambivalente Figur der antiken Seherin bietet, die den Untergang Trojas voraussagte, die Zukunft prophezeite und die nicht gehört wurde.

Hier eröffnen sich interessante Parallelen zur heutigen, von Krisen geschüttelten Zeit, in der viele Warnungen vor einer ungewissen Zukunft in den Wind geschlagen werden, Mahnungen, die geprägt sind von Dystopien aller Art - aber auch von Utopien auf eine bessere Welt. Der „Kassandra“-Mythos mit seinen divergenten Überlieferungen eröffnet ein weites Feld der Assoziationen, folgt autobiographischen Erzählungen, Liedern und Texten.

Die Stationen im Überblick

16.00h Versammlung am Dingelstedtpark: Rhythm Sistas Unlocked (Trommeln)

16.15h – Auftakt Dingelstedtpark: Begrüßung/Eva Brenner; Kassandra der Bäume/Evgenia Stavropoulou; Who’s afraid of a Jewish mother/Jenny Simanowitz; Rhythm Sistas Unlocked

16.45h – Platz der ehemaligen Synagoge Turnergasse: Jiddische und hebräische Lieder, u. a.: Mejne Teg, Shlomit bona suka, Oyfn veg shteyt a boym/Shlomit Butbul und Hans Breuer;
Erzählung über die jüdische Geschichte des Bezirks/Hans Breuer; Chor der Wandernden und Wer aber leerte den Sand aus euren Schuhen von Nelly Sachs/Rremi Brandner

17.00h – Telefonzelle Ecke Clementingengasse: Zwischen den Zeiten: nach Texten von Christa Wolf/Michaela Adelberger/Navina Neverla; kurze Geschichte der Paula Mistinger-Mraz und des Gemeindebaus des Roten Wien/Hilde Grammel; Die Arbeiter von Wien von Fritz Brügel/Hans Breuer und Ensemble

17.30h – Henriettenplatz: Arien: Naturträne von Nina Hagen und Halleluja von Mozart/Shlomit Butbul; Lied des einfachen Menschen von Jura Soyfer/Hans Breuer;
Erzählung Kassandras Stimme: Kassandra & das Patriarchat und Maria aus matriarchaler Sicht/Susanne Schuster; Männerstammtisch zu postpatriarchalen Utopien: Woman on the Edge of Time von Marge Piercy, Rückkehr zu den Commons von Silvia Federici, Sein. Und Schein. Und Erscheinen von Marlene Streeruwitz/Hans Breuer/Klaus Haberl/Tanju Kamer. Women Drumming for Peace/Margot Hruby und Rhythm Sistas Unlocked

18.15h – Galerie Improper Walls, Reindorfgasse 40: Tanzperformance/Navina Neverla; Talkshow Die Mensch-Maschine/Hilde Grammel/Navina Neverla

18.45h – Schwendergasse/Reindorfgasse/Stiege zur Mariahilferstraße: Chor der Männer: Agamemnon von Aischylos/Mussa Babapatl, Luca Alberti, Hans Breuer/Louis Breuer/Klaus Haberl/Tanju Kamer

19.00h – Stiege zum Espresso „Zum Schwarzen Flamingo“, Schwendergasse 19: Sind Sie sicher? Nach Corpus Delicti von Juli Zeh/Michaela Adelberger/Margot Hruby

19:30h – Schwendermarkt „Landkind“: Pause mit Erfrischungen: Kurdische Lieder/Sakîna Têyna & Mahan Mirarab;
Öffnet die Grenzen! Nach einer Rede von Dolores Ibárruri (La Pasionaria)/Marta Gomez/Evgenia Stavropoulou/Navina Neverla/Hans Breuer; Lied ¡Ay Carmela!/Hans Breuer und Ensemble

20.15h – Marsch zum Kirchenplatz Reindorfgasse via Dadlerpark: Rhythm Sistas Unlocked; Bella Ciao/Hans Breuer und Ensemble

20.45h – Pfarrkirche Reindorfgasse: Rhythm Sistas Unlocked; In der Kirche : Kassandra der Städte/Evgenia Stavropoulou; vor der Kirche: Die Schutzbefohlenen von ElfriedeJelinek/Mussa Babapatl; Die Schande Europas von Jean Ziegler/Eva Brenner

Ab 21.15h – Abschluss Kirchenplatz: Open Mic (Musik, Rezitationen, Statements), Bewirtung durch Gasthaus Quell: Würstl, vegane Schmankerl & Getränke im Schanigarten

Ersatztermin bei Regen: Freitag, 2. Juli 2021 (16h – 22h)