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Taschenopernfestival Salzburg

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Die Uraufführung von mehreren rund 20-minütigen Auftragsopern, die alle um ein Thema kreisen: Das ist das Konzept des alle zwei Jahre stattfindenden Taschenopernfestivals Salzburg.

Vom 28. September bis 2. Oktober ist die nächste Auflage des erfolgreichen Formats geplant: Das Taschenopernfestival 2021 spürt dabei unter dem Titel "Hilfe! Undine geht" dem Mythos der geheimnisvollen Wasserwesen nach.

"Wir gehen von einer realen, analogen Veranstaltung aus", sagte Projektleiterin Cay Bubendorfer bei der Präsentation des Programms.

Taschenopernfestival spürt dem Undinen-Mythos nach

Vier 20- bis 30-minütige Musiktheaterstücke werden uraufgeführt. Der Verein Klang21, der das Festival ausrichtet, hat die Komponistinnen Zeynep Gedizioglu und Iris ter Schiphorst sowie die Komponisten Wolfgang Mitterer und Fabio Nieder mit neuen Stücken beauftragt. Die beiden Frauen haben Ingeborg Bachmanns Text "Undine geht" als Ausgangspunkt ihrer Komposition gewählt, die beiden Männer beschäftigen sich in ihrer musikalischen Auseinandersetzung mit der romantischen Novelle "Undine" von Friedrich de la Motte Fouque. Die vier Taschenopern versprechen einen musikalischen Reigen über die subversive Kraft der Liebe, die alle Regeln und Konventionen der Gesellschaft aushebelt, heißt es in der Ankündigung.

Der Vergleich von unterschiedlichen musikalischen Erzählungen, die sich mit einem literarischen Thema beschäftigen, mache das Festival auch für ein Publikum interessant, das nicht ständig neue Musik höre, sagte Bubendorfer. Durch den Vergleich gewinne die Erzählung an Kraft. "Wir versuchen ein möglichst breites Spektrum an Neuer Musik abzudecken", erklärte auch Thierry Bruehl, der künstlerische Leiter des Festivals. Auch die Künstler finden das kurze, kompakte Format der Taschenoper spannend.

Gastspiele und Kooperationen

Die musikalische Leitung übernimmt zum zweiten Mal Peter Rundel, der im Rahmen eines Akademieprogramms vier bis fünf Dirigenten am Beginn ihrer Laufbahn einlädt, den künstlerischen Erarbeitungs- und Produktionsprozess zu begleiten und im Rahmen des Festivals auch ein Stück zu dirigieren. Erstmals arbeitet das Taschenopernfestival mit dem Superar-Chor und dem jungen Salzburger Ensemble NAMES, das sich auf kammermusikalische, performative und kollaborative Werkstatt-Formate spezialisiert hat.

Damit die Werke nach der Uraufführung nicht wieder in Vergessenheit geraten, gehören Gastspiele und Kooperationen zum Konzept. So waren frühere Festivalprogramme in Solingen, Köln und Sevilla zu erleben. Und was, wenn Corona die Veranstaltung des Festivals doch verhindere? Dann haben Bubendorfer und Thiery einen Plan B: Wenn keine analoge Veranstaltung möglich sei, werde man auf das Medium Film ausweichen, sagte Thiery. Schon bisher seien die Stücke in Kooperation mit einem bildenden Künstler aufgezeichnet worden, die filmische Arbeit könne man vertiefen.