© Charles Bruce

Konzert

The Hooten Hallers

Showtimes

21:00
B72

Das Blues-Rock-Trio The Hooten Hallers aus Columbia, Missouri, strotzt nur so vor Energie – und die zeigen sie bevorzugt bei ihren wilden Live-Shows.

Dabei nehmen sie die Zuhörer:innen regelmäßig mit auf eine Reise durch verschiedene Stile und Epochen – von rauem Blues gespielt auf Lap Steel und Bass Saxophon über süße dreistimmige Country-Balladen bis hin zu ausgelassenen Tanznummern. Die unzähligen musikalischen Elemente, die zu ihrem ganz eigenen Sound kumulieren, greifen Einflüsse aus Rhythm & Blues, Rock'n'Roll, Honky Tonk, Jazz, Soul sowie auch Punk auf. Inhaltlich ist eine gewisse Vorliebe für das Seltsame und Unerklärliche nicht zu überhören.

Eine ganze Dekade hat es gedauert, bis sie die auf Tour gesammelten Erfahrungen dann auch in einen Release gegossen haben – ihr selbstbetiteltes Longplay-Debüt aus 2017. Sie haben das Album mit jenen Geschichten gefüllt, die ihnen in den Jahren des gemeinsamen Reisens begegnet sind und mit all den Charakteren, die sie über viele Meilen hinweg in den entlegensten Winkeln der Welt getroffen haben. Und das Ergebnis kann sich – auch wenn es nach renommierten Medien geht – durchaus hören lassen: "This album rules" attestierte Noisey, AXS urteilte "This album is sheer madness in the best way" und Ground Sounds zeichnete es als "gritty, groovy, and bluesy" aus.

2018 legten sie schließlich mit dem Nachfolger "Live in Missouri" den nächsten Meilenstein in ihrer Bandgeschichte. Die Aufnahmen fangen die intensive Energie von The Hooten Hallers "live in concert" nochmal in einer ganz anderen Dimension ein, als es das Debüt getan hat – das erreichten sie mit einer gelungenen Kombination aus Improvisationen, Extended-Versions bekannter Songs und einiger Fan-Favoriten. Und auch wenn man gelegentlich Anleihen von George Thorogood, Morphine oder Tom Waits zu hören glaubt: alle die dieses Power-Trio schon mal live erlebt haben wissen, dass man die Hooten Hallers eigentlich mit nichts und niemandem vergleichen kann. Zu einzigartig sind John Randalls dämonisch angehauchter Gesang und seine manische Gitarre, Andy Rehms schriller Falsettgesang und sein stampfender Schlagzeugbeat und das tiefe Grollen von Kellie Everetts Bariton- und Basssaxophons.

Wenn The Hooten Hallers in die Stadt kommen, gibt‘s jedenfalls eine Party!