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Theaterfestival Steudltenn

Showtimes

11:00 - 22:00
Steudltenn

Das Zillertaler Theaterfestival spielt zwischen dem 19. April und 6. August 2022 mit der Erkenntnis und lässt auf der Bühne einmal mehr Wahrheit und Fiktion eins werden.

Nach zwei Pandemiesommern auf vielgestaltigen Spielstätten, kehren im heurigen zwölften Theatersommer sämtliche Bühnenstücke, Lesungen, Konzerte und Kabaretts zurück in den heimischen Tenn. Dort warten 2022 große Bühnentexte, Tiroler Klassiker, galaktische Liebesgeschichten, österreichische Komödien, vollmundige Lachnummern und amüsante Neuanfänge auf das Publikum.

Höhepunkte des Festivals 2022:

Mit Max Frisch’s Biographie: Ein Spiel inszeniert Hakon Hirzenberger eine der witzigsten Komödien des Schweizer Schriftstellers. Der mehrfach für den Literaturnobelpreis vorgeschlagene Autor zeigt was passiert, wenn Mann und Frau die Chance bekommen ihr Leben neu zu schreiben und ihr einziger Wunsch ist, sich nicht mehr ineinander zu verlieben. Ein Stück über die Liebe, das Leben und die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten die eigene Geschichte zu verändern.

Nicht weniger liebeslustig geht es in Der Weltuntergang zu. Nestroypreisträgerin Christine Eder inszeniert das Stück des ukrainisch-österreichischen Autors Jura Soyfer, das in seiner Adaption mit Don’t Look Up auch in Hollywood Furore machte. Um das Überleben des Planeten zu sichern, wird Komet Konrad auf die Erde geschickt. Er soll sie von den Menschen befreien. Während diese irrwitzig weiterfeiern, passiert Konrad das Menschlichste überhaupt: er verliebt sich in die Erde und rettet dabei die Welt. Am Ende dieses intergalaktischen Stückes mit viel Selbstironie und Musik steht die Erkenntnis, dass die Liebe zur Welt auch angesichts wachsender ökologischer Herausforderungen unser größter Retter bleibt.

Ähnlich lustig und böse ist auch die Uraufführung Odyssee-in-Rot-Weiß-Rot: Der Abltraum des Beamten Hermann Pointinger von Werner Rohrhofer und mit Naturgewalt Martin Leutgeb in einer Inszenierung von Hakon Hirzenberger. Wenn ein österreichischer Beamter statt die Reise seines Lebens zu machen, als Geisel auf einer Insel ausgesetzt wird und dabei immer wieder in den eigenen Gewässern landet, steht am Ende die erkenntnisreiche Frage: mag ich mich, wenn ich es mit mir selbst zu tun habe? Viel beißender Humor wartet!

Mindestens ebenso reisefreudig ist die Geschichte des Paganini mit Klaus Rohrmoser in der Hauptrolle des Virtuosen. Im Musiktheater von Michael Korth steigt der legendäre Teufelsgeiger, Frauenheld und untote Reisende zu neuen Höhen auf.

Todernst wird es hingegen in Karl Schönherrs Klassiker Der Weibsteufel, der nach dem Erfolg des letzten Jahres auf Wunsch des Publikums erneut zur Aufführung kommt. Die Beziehungsgeflechte um Hausherrn, Lockvogel und Grenzgänger verdichten sich weiter. Die Open Air Aufführung kehrt an ihren Ausgangspunkt zurück und ist nun zum ersten Mal im Steudltenn zu sehen.

Im Kinder- und Jugendtheater gibt es ein Wiedersehen mit Nelson der Pinguin von Hakon Hirzenberger und die Uraufführung Die KI schlägt zurück von Hanspeter Horner, in der die vielgepriesenen Zillertaler Hackerinnen in einem Stück über Künstliche Intelligenz, Klima und Nachhaltigkeit die Zukunft der Menschheit retten. Ebenso im jungen Angebot ist der beliebte Original Wiener Praterkasperl und der Kreativworkshop, der in Kooperation mit der Kunst- & Architekturschule bilding organisiert wird.