© Gerhard Richter 2022 (02082022)

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Wiener Festwochen: Lulu

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Lulu, die Protagonistin der Tragödien Erdgeist (1895) und Die Büchse der Pandora (1902) von Frank Wedekind, wer ist sie?

Angekündigt als „das wahre Tier, das wilde, schöne Tier“, erfährt Lulu Aufstieg, Freiheit und Fall entlang reicher, zahlender Männer und wird am Ende von Jack the Ripper ermordet. Als Femme fatale und Femme fragile gleichermaßen begehrt, existiert diese Figur als das Bild, das andere sich von ihr machen. Wer also ist Lulu? Opfer einer Maschinerie der Begierde und Unterdrückung, von Gefangenschaft und Befreiung. Vielleicht aber auch: selbst eine Maschine der schillernden Effekte. 1937 kam mit Alban Bergs unvollendet gebliebener Lulu die erste nach der Zwölftontechnik komponierte Oper zur Uraufführung. 2023 wird sie von der Choreografin und Tänzerin Marlene Monteiro Freitas inszeniert. Gemeinsam mit dem jungen Dirigenten Maxime Pascal hat sich die Künstlerin für die fragmentarische Fassung der Oper entschieden. Die Komposition wird im dritten Akt in offener Form mit Teilen der Lulu Suite ergänzt. Im gemeinsamen Projekt von Wiener Festwochen und MusikTheater an der Wien übernimmt das Radio-Symphonieorchester Wien die musikalische Interpretation. Auf der Bühne überschlagen sich die Bilder, für die Marlene Monteiro Freitas im Zuge ihrer ersten Opernregie mit einem Ensemble aus Sänger:innen und Tänzer:innen zusammenarbeitet. Die kontrastreiche Partitur, die Extravaganz der Geschichte und die facettenreiche Identität der Lulu finden in der Künstlerin eine inspirierte und inspirierende Komplizin.

Marlene Monteiro Freitas / Alban Berg / Maxime Pascal / Radio-Symphonieorchester Wien