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Theater

WIR* - Zeit für eine Versammlung

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Das Schauspielhaus Graz hat gemeinsam mit der Regisseurin Nina Gühlstorff und dem Theaterkollektiv AKA:NYX die Projektreihe „WIR* - eine Grenzerfahrung“ ins Leben gerufen.

Programm:

13.00 Uhr: Eröffnung und Begrüßung durch Doro Blancke und Alexander Ott in HAUS EINS des Schauspielhauses

Anschließende Workshops (14 Uhr) an verschiedenen Orten im Schauspielhaus:

„Macht kommt von Machen oder Legaler Stress“ mit den Berliner Aktionskünstler*innen Radikale Töchter
„Grenzerfahrung“ mit Grenzpolitik-Experten und Standard-Korrespondenten Gregor Mayer
„Insight Afghanistan“ mit Zaid Alsalame, Prof. Wolfgang Benedek, Roohullah Borhani, Heidrun Primas und Mahdieh Saberi
„Schweigen ist nicht neutral“ Rassismuskritischer Workshop mit den Vereinen Chiala, Verein für Kultur, Diversität, Entwicklung in Kooperation, dem Verein JAAPO für Partizipation von Women of Color und Frau Adjanie Kamucote
„We Create a Monument, Otherwise“ aus der Schule des Wir mit Daniela Brasil und <rotor>, Zentrum für Zeitgenössische Kunst

19:30 Uhr: Grenzenlose Gala

Ab 19:30 Uhr reichen sich bei einer abendlichen Gala in Kooperation mit dem Theater im Bahnhof Schauspieler*innen, das Who is Who der Expert*innen zum Thema Grenzen und die Crème de la Crème der Stadtpolitik die Hand. Alle sind aufgefordert, Fragen an das Publikum mitzubringen, das mit Abstimmungsgeräten die Diskussion bestimmt: Was ist der Preis der Abschottung? Welche Grenzen brauchen wir? Wie ändern wir Österreichs Grenzpolitik? Und sind das wirklich unsere Volksvertreter*innen oder sind es nur Attrappen und der ganze Zirkus ist eine Probe für den Aufstand? 

Künstlerische Leitung Nina Gühlstorff, Helmut Köpping, Ed. Hauswirth Raum Kathrin Frosch Dramaturgie Franziska Betz Theaterpädagogik Viola Novak, Timo Staaks mit Schauspieler*innen des Ensembles von Theater im Bahnhof, Schauspielhaus Graz und Gästen 

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos. Zählkarten für die Workshops (HIER) sowie Tickets für die Gala (HIER) sind online und im Ticketzentrum am Kaiser-Josef-Platz 10 erhältlich.

Zum Projekt:

Globalisierung, darunter haben wir uns eine grenzenlose Welt vorgestellt und dachten, es sei nur eine Frage der Zeit, bis sich dieser Zustand einstellt. Waren zirkulieren inzwischen auch grenzenlos, ansonsten erleben die Welt und die EU eine Renaissance von Sicherungsanlagen an Staatsgrenzen: Das Mittelmeer ist zur tödlichsten Grenze der Welt geworden, die EU verdreifacht die Ausgaben für Grenzsicherung, Polen baut einen 400 Kilometer langen Zaun nach Belarus, um Flüchtlinge abzuhalten, Erdoğan eine Mauer zum Iran, Orbán hat Entsprechendes längst getan und Österreich solidarisiert sich mit dieser Politik. Gelöst wird dadurch nichts. Die Grenzen kehren im Innern wieder und spalten die Gesellschaft. Es gibt also Redebedarf.

Deshalb hat das Schauspielhaus Graz gemeinsam mit der Regisseurin Nina Gühlstorff und dem Theaterkollektiv AKA:NYX die Projektreihe „WIR* - eine Grenzerfahrung“ ins Leben gerufen. Diese baut auf das in Graz stark verankerte zivilgesellschaftliche Engagement und die Grenzerfahrungen einer Stadt, in denen strikt Getrenntes sich immer wieder vermischen konnte, und verschreibt sich dieser Praxis in Kooperation mit Initiativen und Partner*innen in der Stadt in verschiedenen Formaten.
Das Langzeitprojekt fand 2015 seinen Auftakt mit dem von Nina Gühlstorff geleiteten Kurzstück-Spektakel „Grenzgänge“ zu Beginn der Intendanz von Iris Laufenberg und schlägt einen Bogen zum Ende der Intendanz im Sommer 2023. Bis dahin werden „WIR*“-Veranstaltungen, die über das Schauspielhaus hinaus in den Stadtraum greifen, die beiden „letzten“ Spielzeiten begleiten, diesen Schlusspunkt vorbereiten und flankieren. Für die Gestaltung zeichnet wieder Nina Gühlstorff verantwortlich.