© Pascall Riesinger

Konzert

Blood Sucking Zombies From Outer Space

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Showtimes

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19:00 - 23:59
Arena Wien

"Stay wild, sick and undead!" Die Zombies treiben seit bereits 20 Jahren ihr Unwesen. Mit neuem Album im Gepräck rocken sie wieder live.

Die Bloodsucking Zombies From Outer Space durchziehen Wien, Österreich und den Rest der Welt seit knapp 20 Jahren mit ihrer Schreckensherrschaft, die rhythmisch und flott durch Mark und Bein geht. Kaum jemand beherrscht das Spiel aus unbändiger Horrorfilm-Liebe, Gesellschaftskritik und augenzwinkernder Ironie so gut wie das Quintett aus Wiener Neustadt.

Das zeigt auch ihr mittlerweile 10. Album „Shock Rock Rebels“. Gruselpapst Alice Cooper hätte seine helle Freude an den frischen Kompositionen aus dem niederösterreichischen Zombie-Headquarter. Politisches vermischt sich mit Persönlichem, Humoriges mit Nachdenklichem, Aktuelles mit Zeitlosem. Die Zombies sind einmal mehr nur sie selbst – und doch so vieles mehr. Der Punk-Anteil ist in Songs wie der humorigen Trennungsnummer „Madman“ oder dem unzweideutigen Horror-Schaustück „The Dentist“ ausgeprägter denn je, der „Teenage Antichrist“ huldigt den eigenen Schock-Rock-Heroen von Alice Cooper bis W.A.S.P. und auf dem programmatisch betitelten „This Night On Halloween“ geben uns die gruselig geschminkten Untoten einen ersten Ausblick auf das düstere Samhain, wo Frontmann Dead „Richy“ Gein und Co. mit den Skeletten und Werwölfen unterm Vollmond tanzen – und textlich mit Schwung und Elan aus den Fesseln der Pandemie leiten.

Schaurig-schön: Neues Album der Zombies

Der Spagat zwischen Nerdtum und Allgemeingültigkeit gelingt ihnen erneut. Das rockig-treibende „Belial“ befasst sich mit den kultigen „Basket-Case“-Splatterfilmen aus den 80er-Jahren und „Damien“ bietet dem Hörer teuflischen Geschichtsunterricht. Doch die Zombies können auch anders. In „Off With Their Heads“ wagt sich das Monstergespann in politische Gefilde und fordert mit sarkastischem Humor die Guillotine für die planetenzerstörenden, oberen 10.000.

In eine ähnliche Kerbe schlägt das nachdenkliche, aber nicht minder flotte „Pig Hunt“, eine Parabel auf die Mühseligkeit der Leistungsgesellschaft und – ohne Blut und Beuschel geht’s natürlich nicht! – das pure Überleben bei einer Menschenjagd. Den delikat-deibeligen Humor der Combo spiegelt „Stop Writing Songs About Your Girlfriend“ am besten wider. Dort kriegen nicht nur austauschbare Popbarden aus dem deutschsprachigen Raum ihr Fett ab – selbst U2s Schmachtsänger Bono kann sich nicht des kantigen Zombiebisses erwehren.

Das hitverdächte „Geisterhaus“ zeigt einmal mehr, wie gut den Untoten das Wienerische steht. Der perfekte Soundtrack für den düsteren Nebelspaziergang am Wiener Zentralfriedhof.