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© Christian Prinz

Elisabeth Flunger, Schlagwerk u.a.

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Showtimes

“Eine Sammlung ist ein Versuch, die Welt oder, stellvertretend für das Ganze, einen Ausschnitt der Welt zu systematisieren, und sich über diese Praxis mit der Welt ins Einvernehmen zu setzen.
Seit ca 25 Jahren sammle ich Schrott als Musikinstrument. In Opposition zur Verpflichtung, als Schlagzeugerin für zeitgenössische Musik ein riesiges Arsenal an Schlaginstrumenten mit passendem Zubehör zu besitzen, zu kaufen, zu transportieren und aufzubewahren, habe ich angefangen, ein neues Instrumentarium zu sammeln, das leichter zu handhaben ist, weniger Platz braucht, weniger kostet und mich nicht mit Klischees quält, sondern mich immer wieder mit neuen Klängen und Möglichkeiten überrascht. Die Beschränkung auf ein Material kam auch meinem Wunsch nach Vereinheitlichung und Reduktion entgegen.“

Der Schrott als Gefundenes, als Relikt ist ein Symbol für Zufall und Vergänglichkeit. Die Objekte sind einem ständigen räumlichen Veränderungsprozess unterworfen: legen, lehnen, verteilen, häufen, werfen, schieben, rollen, auftürmen, zum Wackeln und zum Einsturz bringen, ordnen, formen, ziehen, rütteln. Musik entsteht dabei als Nebenprodukt, improvisatorisch, geräuschhaft und zufällig.

Elisabeth Flunger – Objekte