© Anja Kihler

Theater

Die heilige Johanna der Schlachthöfe

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In den Chicagoer Schlachthöfen zu Beginn des 20. Jahrhunderts leben die Arbeiterinnen und Arbeiter in großer Unsicherheit. Die Fleischfabrikanten schließen und öffnen je nach Marktlage ihre Fabriken. Spekulationen um Marktanteile und Produktionsmittel bestimmen die wirtschaftliche Situation.

Johanna Dark von den „Schwarzen Strohhüten“ – Brechts Version der Heilsarmee – sagt diesen Verhältnissen den Kampf an, solidarisiert sich mit der Arbeiterschaft und will Veränderungen herbeiführen. Sogar Pierpont Mauler, den mächtigsten der Fleischfabrikanten, glaubt Johanna für ihr Anliegen gewinnen zu können.
 
Im Theaterschaffen von Brecht, der DIE HEILIGE JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE unter Mitarbeit von Hans Hermann Borchardt, Emil Burri und Elisabeth Hauptmann schrieb, ist die Frage nach den Möglichkeiten der Veränderung von gesellschaftlichen Verhältnissen zentral. Dazu setzt Brecht auch Mittel der Überzeichnung, Satire und Parodie ein, mit denen er das Publikum zu Wachheit und eigenem Denken anregen möchte. Brecht eröffnet eine Chance, dass Theater Impulse in einer Gesellschaft setzt und gleichzeitig unterhaltsam ist.