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Konzert

Andras Schiff, Klavier

Showtimes

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20:00 - 23:59
Haus für Mozart

Programm
JOHANN SEBASTIAN BACH
Partita Nr. 5 G-Dur BWV 829
Partita Nr. 3 a-Moll BWV 827
Partita Nr. 1 B-Dur BWV 825
Partita Nr. 2 c-Moll BWV 826
Partita Nr. 4 D-Dur BWV 828
Partita Nr. 6 e-Moll BWV 830

András Schiff
wurde 1953 in Budapest geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei Elisabeth Vadász. Später setzte er sein Studium an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest bei Pál Kadosa, György Kurtág und Ferenc Rados sowie bei George Malcolm in London fort.
Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit sind Klavierabende, im Besonderen die zyklischen Aufführungen der Klavierwerke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann und Bartók. Seit 2004 hat András Schiff in mehr als 20 Städten den kompletten Zyklus sämtlicher Klaviersonaten Beethovens in chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Deren Live-Mitschnitte aus der Zürcher Tonhalle auf CD (ECM) erhielten höchste Auszeichnungen. Für seine Einspielung Geistervariationen mit Werken von Robert Schumann (ECM) erhielt András Schiff den International Classical Music Award 2012 in der Kategorie „Solo-Instrumentalaufnahme des Jahres“. Im Herbst 2017 erschien eine gemeinsam mit seiner Frau, der Violinistin Yuuko Shiokawa, aufgenommene Duo-CD mit Werken von Bach, Busoni und Beethoven. Seine jüngste Aufnahme kam 2019 heraus und ist Klaviersonaten und Impromptus von Schubert gewidmet.

András Schiff tritt mit den international bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf. Einen Schwerpunkt bilden Aufführungen der Klavierkonzerte von Bach, Mozart und Beethoven unter seiner eigenen Leitung. 1999 gründete er sein eigenes Kammerorchester, die Cappella Andrea Barca, mit der er – ebenso wie mit dem Chamber Orchestra of Europe – als Dirigent und Solist eng zusammenarbeitet.

Seit früher Jugendzeit ist András Schiff ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Von 1989 bis 1998 leitete er die Musiktage Mondsee, ein Kammermusikfestival, das seither hohe internationale Anerkennung findet. Gemeinsam mit Heinz Holliger hatte er von 1995 bis 2013 die künstlerische Leitung der Ittinger Pfingstkonzerte in der Kartause Ittingen in der Schweiz inne. Seit 1998 findet im Teatro Olimpico in Vicenza unter seiner Leitung die Konzertreihe Omaggio a Palladio statt.

András Schiff wurde mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet und im Juni 2006 für seinen außerordentlichen Rang als Beethoven-Interpret durch die Wahl zum Ehrenmitglied des Beethoven-Hauses in Bonn gewürdigt. Im September 2008 erhielt er die Medaille der Wigmore Hall für sein dortiges 30-jähriges musikalisches Wirken. András Schiff ist außerdem Träger des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau des Jahres 2011. Im Januar 2012 wurde ihm die Goldene Mozart-Medaille der Internationalen Stiftung Mozarteum verliehen. Im darauffolgenden Juni erhielt er den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses und zum Special Supernumerary Fellow des Balliol College (Oxford) ernannt. 2012 wurde András Schiff das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Für sein herausragendes musikalisches Schaffen erhielt er im Dezember 2013 in London mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society die höchste Auszeichnung dieser Gesellschaft. Im Juli 2014 verlieh ihm die University of Leeds und im März 2018 das Royal College of Music die Ehrendoktorwürde.

Im Frühjahr 2011 sorgte András Schiff für Aufsehen, als er öffentlich gegen die alarmierende politische Entwicklung in Ungarn Stellung bezog. Aus den teilweise beleidigenden Angriffen, denen er sich daraufhin vonseiten ungarischer Nationalisten ausgesetzt sah, hat András Schiff die Konsequenz gezogen, in seiner Heimat keine Konzerte mehr zu geben.
Im Juni 2014 wurde András Schiff von Königin Elizabeth II. für seine Verdienste für die Musik in den Adelsstand erhoben. Seit Dezember 2014 ist er Ehrenbürger der Stadt Vicenza.
Im März 2017 erschien bei Bärenreiter /Henschel sein Buch Musik kommt aus der Stille mit Essays und Gesprächen mit Martin Meyer.