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© Theater der Jugend

Theater

Tom & Huck

Nach Mark Twain - von Clemens Pötsch und Felix Metzner.

Nie um einen Streich verlegen und ausgestattet mit einem unwiderstehlichen Charme! So gelingt es dem quirligen Tom Sawyer immer wieder, die strengen Regeln von Familie und Schule zu umgehen. Auch seine energische Tante Polly kann ihrem Schützling nie zu lange böse sein, wenn er sich wieder einmal mit seinen smarten Ausreden um die Arbeit drückt – oder noch besser: wenn er sich von seinen Altersgenossen für deren geleistete Hilfe bezahlen lässt! Und überhaupt: Ein klein wenig Flunkern hat noch niemandem geschadet. Eines jedoch steht für Tom fest: Die Freundschaft zur geächteten Außenseiterin Huck lässt er sich von niemandem verbieten, auch wenn die Ankunft der neuen Mitschülerin Becky aus New York einiges auf den Kopf stellt.

Doch eines Tages wird aus ihren gemeinsamen Abenteuern schlagartig bitterer Ernst. Denn sie werden Zeugen eines schrecklichen Verbrechens, in dem sonst so langweiligen St. Petersburg am Mississippi. Plötzlich stehen sie vor einer schwierigen Entscheidung: Können sie ruhigen Gewissens den unbeschwerten Ausweg wählen, wenn das Leben eines Unschuldigen von ihrem Handeln abhängt? Die Zeit drängt, und bald schon wird nicht nur ihre Freundschaft auf eine veritable Zerreißprobe gestellt.

Mark Twain schuf mit seinem wohl berühmtesten, 1876 veröffentlichten Roman eine bewegende Geschichte über Loyalität, Gewissen und Gerechtigkeit und rückte dabei gerade jene Menschen in den Mittelpunkt, die auch heute viel zu oft übersehen werden. Die neue Fassung von Clemens Pötsch und Felix Metzner versetzt die weltbekannten Charaktere in die USA der 1960er Jahre und rückt so Fragen ins Zentrum, die uns heute mehr beschäftigen denn je.