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Lockdown in Österreich

Black Friday: So haben Verkaufstricks keine Chance

In der Zeit rund um den Black Friday wird einem erst so richtig klar, wie viele Newsletter man eigentlich abonniert hat. Denn der Mail-Account quillt plötzlich mit den tollsten Angeboten, Rabatten und Sales über! Der Black Friday (26. November) und darauffolgende Cyber Monday (29. November) sind die umsatzstärksten Shopping-Tage des Jahres. Und es spricht nichts dagegen, beim Weihnachtseinkauf den einen oder anderen Euro zu sparen. Doch wer im Internet shoppt – und das tun wir im jetzigen 4. Lockdown wohl alle – sollte besonders auf versteckte Abzockversuche achten.

Ein Preismonitor von 2020 der österreichischen Arbeiterkammer (AK) von 82 Angeboten bei zehn Händlern zeigt, dass Vorsicht geboten ist: Black Friday-Preise sind nämlich oft alles andere als ein Hit. In fast einem Drittel der Fälle (30 Prozent) war bereits am Tag des Angebots ein günstigeres Produkt am Markt zu finden. „Wer ein bestimmtes Produkt kaufen möchte, sollte am besten mit einer Preissuchmaschine den Preis checken“, rät AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.

Start ins Weihnachtsgeschäft

Der Black Friday stammt ursprünglich aus den USA, es ist der Freitag nach Thanksgiving. Das Wochenende nach dem Erntedankfest gilt in den Vereinigten Staaten als Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Der Onlinehandel zieht mit dem Cyber Monday nach. Zunehmend schwappte die Rabattschlacht auch nach Europa über.

Wer bei der großen Rabatt-Schlacht einen kühlen Kopf bewahren möchte, sollte auf folgende Dinge achten:

Unbedingt am PC oder Laptop stöbern

Ja, der Schutz vor Fehlkäufen geht auch ein bisschen auf die Kosten von Bequemlichkeit! Dieser Tipp ist eigentlich ganz logisch: In der mobilen Ansicht am Handy werden dir tendenziell weniger Produkte angezeigt, als auf einem großen Display. Das Durchstöbern der Shops fühlt sich plötzlich viel anstrengender an und man schlägt dann doch eher beim ersten oder zweiten Angebot zu, anstatt in Ruhe weiterzusuchen.

Inkognito-Shopping

Wer seine Daten mit Cookies & Co tracken lässt, läuft Gefahr einen teureren Preis für gewünschte Produkte zu bezahlen. Deshalb empfiehlt es sich, als unbeschriebenes Blatt im Inkognito-Modus zu stöbern.

URL checken: Ist es eine sichere Seite?

Fies sind sie ja schon, die Fake-Händler: Ein verrutschter Buchstabe oder ein leicht verpixeltes Logo lassen sich nämlich leicht übersehen. Aber das Impressum und die URL können Auskunft über die Echtheit einer Seite geben. Klickt man im Browser etwa auf das kleine Schloss neben der Webadresse, sieht man gleich, ob es sich um eine sichere Verbindung handelt. Und wenn einem das Impressum irgendwie komisch vorkommt, lässt man lieber auch die Finger davon.

Preisvergleich anstellen

Jedes Schnäppchen möchte das richtige für die KonsumentInnen sein. Doch was in der Liebe gilt, trifft auch aufs Shoppen zu: Im Meer schwimmen viele Fische, und einige von ihnen passen besser und schlechter. Deshalb sollte man immer einen Rundumblick auf etwaige Mega-Deals werfen, denn es könnte sein, dass man das Teil doch noch wo günstiger erwischt – ganz ohne Black Friday!

Brauch ich das wirklich?

Viele Rabattaktionen locken mit Multipacks. Was spricht denn dagegen, mehr Produkte zu erwerben und dabei sogar zu sparen? ... Solche Deals fördern unbedachten, übermäßigen Konsum! Dabei muss man sich nur kurz zurücklehnen und fragen: “Brauche ich das wirklich oder kann ich es zumindest verschenken?” Lautet die Antwort auf beide Fragen (eher) "Nein", so lohnt es nicht, mehr Dinge anzuhäufen.

Recht auf Rücktritt

Nicht vergessen: Online-Käufe können grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen schriftlich widerrufen und die Ware zurückgesendet werden. Die Rücksendekosten trägt man nur, wenn man zuvor darüber informiert wurden.

Liste schreiben

So verlockend Abverkäufe auch sind - nicht ablenken lassen! Wer vorher eine Liste schreibt und sich daran hält, ist gegen Fehlkäufe besser gewappnet.

Heimischen Handel unterstützen

Viele heimische Händler bieten ebenfalls Online-Verkauf und Rabattaktionen an. Ein Klick auf deren Homepage kann sich auch auszahlen!

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Anne-Marie Darok

Anne-Marie Darok

Seit 2021 bei events.at, aber schon seit Geburt begeistert für alles, wo Kultur draufsteht. Wahlwienerin aus Leidenschaft mit Insidertipps in jeder Hosentasche. Ja, Freizeitstress gibt es wirklich!

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