© Grandhotel Panhans

Sommer Theater in Österreich

Kultur.Sommer.Semmering 2022: Programmhighlights im Grandhotel

Anfang des Jahres 2022; große Aufregung um den Kultur.Sommer.Semmering: Nachdem das Südbahnhotel unerwartet die Zusammenarbeit absagt, ringt das Team rund um Intendant Florian Krumpöck um eine neue Location. Glücklicherweise wird diese schon nach wenigen Tagen gefunden: Und so wird Sommerfestival heuer von 8. Juli bis zum 4. September im Grandhotel Panhans stattfinden.

Ein zukunftsweisenden Szenenwechsel, der nicht nur die Pforten des historischen Hotels öffnet – inspiriert von der ehemaligen Orangerie auf dem Aussichtsplateau vor dem Grandhotel soll eine neue Spielstätte mit Panoramablick errichtet werden.

Neun Wochen lang werden auf 1000 Metern Seehöhe im Rahmen von über 80 Vorstellungen einige der herausragendsten ProtagonistInnen der österreichischen Kulturwelt zu erleben sein, darunter heuer erstmals Klaus Maria Brandauer zur feierlichen Eröffnung sowie Lars Eidinger, Adele Neuhauser oder etwa Josef Hader.

Zukunftsmusik im neuen Kulturpavillon.

© Grandhotel Panhans

Programmschwerpunkt: Jahrhundertwende

Ein literarischer Jahrhundertwende-Schwerpunkt hat sich mittlerweile wohl zum bedeutendsten Herzstück des Festivalprogramms etabliert. So widmen sich heuer gleich vier neue Programme dem außergewöhnlichen Schaffen des großen Seelenwanderers Stefan Zweig: „Der Zwang“ mit Birgit Minichmayr, „Die Augen des ewigen Bruders“ mit Elisabeth Orth, „Casanova“ mit Michael Dangl sowie „Der Amokläufer“ mit Joseph Lorenz. Abgerundet wird der Stefan Zweig-Zyklus von zwei „Kultursommer-Klassikern“: Fritz Karl mit dem „Brennenden Geheimnis“ sowie Cornelius Obonyas Interpretation der „Schachnovelle“. 

Zwei weitere literarische Großmeister Altösterreichs, deren Wirken auf der Bühne zu neuem Leben erweckt wird, sind Arthur Schnitzler mit Interpretationen von „Fräulein Else“ (Senta Berger), „Leutnant Gustl“ (Karl Markovics) und „Anatol“ (Gerti Drassl, Michael Maertens, Daniel Keberle) sowie Joseph Roth mit Lesefassungen des „Radetzkymarschs“ (Friedrich von Thun) und „Leviathan“ (Erwin Steinhauer).

© Klaus Maria Brandauer © Christof Mattes / Josef Hader © Lukas Beck / Adele Neuhauser © www.agentur-scenario.de / Birgit Minichma

Musikalisches im Zeichen der Vielfalt 

Zu den musikalischen Highlights zählen etwa ein Liederabend mit Opernsänger Günther Groissböck, das Klavierrezital der Ausnahmepianistin Elisabeth Leonskaja, das Semmering-Debüt von Star-Tenor Michael Schade, welcher gemeinsam mit Intendant Florian Krumpöck Franz Schuberts „Schöner Müllerin“ interpretiert, oder Opernsänger Adrian Eröd, der mit dem „Unterösterreichischen Liederbuch“ die Abgründe der österreichischen Seele besingt.

 Darüber hinaus sorgen die Auftritte von Bühnenlegende Maria Bill, Wienerlied-Urgestein Roland Neuwirth, der Liedermacher Ernst Molden und Nino aus Wien. Spannende Ensembles wie die Wiener Comedian Harmonists, Federspiel, das Kollegium Kalksburg oder die Wiener Tschuschenkapelle runden den vielseitigen Konzertreigen ab.

© Elisabeth Leonskaja © Marco Borggreve / Günther Groissböck © Dominik Stixenberger / Ernst Molden © Daniela Matejschek / Wiener T

Gourmet-Tipp: Jahrhundertwende-Dinner

Während seiner Blütezeit um die Jahrhundertwende zählte das legendäre Grandhotel Panhans weit über die Landesgrenzen hinaus zu den berühmten kulinarischen Nobeladressen am Semmering - wurde es doch 1888 ausgerechnet vom renommierten einstigen Südbahnhotel-Chefkoch Vinzenz Panhans gegründet. 

Das Menü à la Belle Époque erkundet in diesem Sinne auch 2022 die kulinarischen Spuren dieser Ära. Für die Zusammenstellung der Gaumenfreuden sind Leo Doci und Gerald Jeitler zuständig –  Hauben-prämierten Spitzenköche aus dem Gloggnitzer Bevanda. 

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