© Stefan Joham

Was ist los in Wien

Kaiser Wiesn: Österreichs größtes Oktoberfest im Prater

Die ursprünglich für letztes Jahr geplante Premiere der Kaiser Wiesn im Wiener Prater haben die Veranstalter aufgrund der Covid-19-Pandemie auf heuer verschoben. Umso größer und feierlicher wird sie jetzt stattfinden. Denn am 22. September geht es schon los: Festlicher Umzug vom Schweizerhaus auf das Festgelände samt Bieranstich durch Bürgermeister Michael Ludwig inklusive!

Ob lustiges Kinderprogramm, zünftige Volksmusik, lässige Partyhits oder einfach nur kulinarisches Beisammensein: Auf der Wiesn ist alles möglich! Für alle, die ihren Aufenthalt bestmöglich planen wollen, gibt es hier das vollständige Programm.

Eröffnung mit Prominenz

Ganz traditionell, mit festlich geschmückter Bierkutsche bewegt sich der eindrucksvolle Umzug am Donnerstag, um 11.00 Uhr, vom Schweizerhaus durch den Wiener Prater in Richtung Festwiese. Mit dabei: Ehrengast und Wiener Bürgermeister Michael Ludwig. Um Punkt 12.00 Uhr zapft er das erste Bierfass an und eröffnet mit den traditionellen Worten „O’zapft is“ die erste Kaiser Wiesn im Wiener Prater. Durch das Wiesn-Premieren-Programm auf der „JÖ Live-Bühne“ führt Publikumsliebling Arabella Kiesbauer.

Wer live bei der Eröffnung dabei sein will, sollte noch rasch einen der begehrten Tische in einem der drei Festzelte reservieren, denn hier wartet ein besonderes Schmankerl auf alle Feierlustigen: An den Vormittagen und Nachmittagen ist der Eintritt in die Zelte frei. Im Gösser-Zelt ist der Eintritt ab 17.30 Uhr kostenpflichtig, im Wiesbauer- und Wojnar’s-Zelt erst ab 18.00 Uhr

Regionalität im Fokus

Um die Umweltbelastung eines derartig großen Festivals niedrig zu halten, setzen die Geschäftsführer Johann Pittermann und Thomas Waldner laut eigener Aussage auf Regionalität und Nachhaltigkeit.

Als heimische Anbieter werden hierfür Gösser, Wiesbauer und Wojnar’s für die kulinarische Versorgung sorgen. Das Konzept zur Müllvermeidung und -trennung wurde gemeinsam mit der MA-48 ausgearbeitet. Zudem wolle man die Gäste dazu motivieren, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Sicherheit spielt eine große Rolle

Auf Ersuchen des Bezirks Leopoldstadt wird es außerdem für die AnrainerInnen eine eigene Servicenummer für Beschwerden und Anregungen geben.

Was die Pandemie anbelangt, sei man durchaus zuversichtlich, so die Veranstalter. Trotzdem würde man eng mit medizinischen ExpertInnen zusammenarbeiten und die Situation beobachten.  “Wir ziehen bis zum Schluss alle Möglichkeiten in Betracht”, so Wallner.

Wutzbold sorgten bei der Pressekonferenz für gute Laune.

© Stefan Burghart

Volkstümliches bei Tag, Party bei Nacht

Nicht nur auf den Starttermin der Kaiser Wiesn hat die Pandemie ausgewirkt, sondern auch auf das musikalische Programm. Einige der heimischen InterpretInnen seien “zerfallen”, daher hätte man weiter über den Tellerrand geschaut, so Pittmann, der das kulturelle Programm kuratiert. Deshalb werden KünstlerInnen aus dem bayrischen Raum, aus Holland, Südtirol und der Schweiz in Wien erwartet. 

Drei Festzelte sollen Musik für jeden Geschmack bieten. Tagsüber setzt man dabei auf eine familienfreundliche Atmosphäre mit Schlager und Volksmusik. Abends soll dann die Partymusik und das feierwütige Publikum überhandnehmen.

Folgende Formationen sind jetzt schon fix: Die Lauser, Mountain Crew, Die Draufgänger, Die Drindlrocker, The Preachers, Die Südsteirer, Nordwand, Rotzlöffl, Oidholz, Die Schwoazstoana oder My Bock.

Wie viel kostest das Maß Bier?

Wer mit dem Münchner Oktoberfest vertraut ist, weiß, dass sich die Maßpreise dort um 12,50 bis 13,50 Euro bewegen. Wie viel wird das Maß Bier in Wien kosten? “Ich traue mich noch keinen fixen Preis zu sagen, aber eines kann ich garantieren: Wir bleiben unter 12 Euro”, so Pittmann.

Tickets & Öffnungszeiten

Der Vorverkauf ist breits am 1. April gestartet. Tickets für die Konzerte gibt es ab 44 Euro. Die drei großen Festzelte haben jeweils von Mittwoch bis Samstag, von 11.30 Uhr bis Mitternacht, geöffnet. Untertags ist der Eintritt frei. Am „kaiserlichen Mittwoch“ beträgt der Eintritt in die Festzelte am Abend nur 29 Euro. 

Ausblick auf kommende Wiesn-Events

Die Kaiser Wiesn ist nicht das erste Oktoberfest-artige Event im Prater: Tatsächlich haben die Veranstalter die langjährige Wiener Wiesn mit ihrem Konzept abgelöst. Was die beiden Events unterscheidet? Auf den ersten Blick nicht sehr viel – sowohl bei der Musik, als auch bei der Kulinarik ist man der Tradition treu geblieben. 

Laut den Geschäftsführern eine bewusste Entscheidung: Das erste Jahr wolle man für einen nahtlosen Übergang nutzen. Man hätte aber einen mehr mehrjährigen Vertrag unterschrieben und schon neue Ideen im Kopf, so Wallner. Geplant sei etwa eine Wirtshaustour durch die Wiener Bezirke. Und auch eine österreichweite Expansion ähnlicher Events steht im Raum.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare