© Photo by Pascal Debrunner on Unsplash

Insidertipps wien

Hier kannst du in Wien Bärlauch pflücken

Pesto, Cremesuppe, Grillbutter: Bärlauch ist nicht nur ein Gewürzkraut, sondern auch ein vielseitiges Blattgemüse. Während der Saison (von Mitte März bis Anfang Mai) kann man die grünen, nach Knoblauch duftenden Blätter im Supermarkt kaufen – oder selbst pflücken.

Von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen unterscheiden!

Aber Achtung: Verwechslungsgefahr! Denn zur gleichen Zeit blühen die giftigen Maiglöckchen sowie die Herbstzeitlosen, deren Blätter dem Bärlauch leider ziemlich ähnlich sehen. Deshalb sollte man auf folgende Dinge achten:

  • Bärlauch riecht nach Knoblauch – die anderen Pflanzen nicht!
    • Aber: Nach einiger Zeit des Sammelns riecht alles nach Knoblauch, deshalb unbedingt noch andere Unterschiede beachten:
  • Bärlauchbätter haben eine matte Unterseite – Maiglöckchen haben eine glänzende Blattunterseite. Und bei Herbstzeitlosen sind Ober- und Unterseite glänzend.
  • Bärlauchblätter wachsen jeweils nur an einem Stiel aus dem Boden. Bei Maiglöckchen wachsen immer zwei Blätter an demselben Stiel und umhüllen ihn wie einen Mantel. Die Blätter der Herbstzeitlosen wiederum wachsen ohne Stiel direkt aus dem Boden.

Bärlauch pflücken in Wien

Wer sich nach genügend Pflanzenkunde ans Pflücken heranwagt, muss nur den richtigen Ort finden. Da fahren WienerInnen glücklicherweise nicht weit, denn es gibt einige Spots in der Stadt bzw. in der Umgebung für eine erfolgreiche Ernte. 

Übrigens empfiehlt sich das Sammeln am Morgen, wenn der Bärlauch noch schön saftig ist. Zudem sollte man nie die ganze Pflanze samt Wurzel aus dem Boden ziehen, sondern die Blätter mit einer Schere abschneiden. Wichtig: Immer nur ein, zwei Blätter einer Pflanze entnehmen, damit sie sich regenerieren kann.

Lainzer Tiergarten

Man muss die Spazierwege gar nicht weit hinter sich lassen, um von dem Knoblauchduft umhüllt zu werden. Hier gibt es zahlreiche Bärlauchwiesen, die in kleine Waldstücke eingebettet sind. Man sieht auch immer wieder Sammler:innen, aber eigentlich ist das Pflücken verboten, da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt. Wer beim Sammeln erwischt wird, dem droht sogar ein Bußgeld.

Steinhofgründe

Am Wilhelminenberg kann man ebenfalls fündig werden. Wie an allen belebten und beliebten Ausflugsorten gilt: Je weiter man sich ins Dickicht traut, desto größer sind die Chancen auf unentdeckte Flecken.

Floridsdorfer Aupark

Der gut erreichbare Park ist zwar sehr gepflegt, aber auch naturbelassen. Sprich: Hier stehen die Chancen gut, ausreichend Blätter ernten zu können.

Pötzleinsdorfer Schloßpark

Auch im 18. Bezirk dauert es nicht lange, bis man auf Bärlauch stößt. Und ist man schon mal im Schlosspark unterwegs, sollte man sich die diversen Lusthäuser, Statuen sowie das Tiergehege nicht entgehen lassen.

Prater (Nähe Lusthaus)

Egal, welche Wiener Orte man für eine Liste zusammensucht – der Prater ist immer dabei. In dem riesigen Naturgebiet wächst natürlich auch Bärlauch. Da er aber so zentral liegt, werden die Bestände regelmäßig von Suchenden dezimiert. Wen also die Sammellust relativ spät in der Saison packt, der könnte leer ausgehen.

Volkspark-Laaerberg

Der Landschaftspark im 10. Bezirk gehört zum Wiener Grüngürtel. Hier findet man auch relativ einfach große Bärlauchwiesen. Besonders empfehlenswert ist es, den Park im Rahmen des Stadtwanderwegs 7 zu besuchen.

 

Was tun bei Vergiftungen?

Im Vergiftungsfall unverzüglich eine Ärztin/einen Arzt und die Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) (01/406 43 43) kontaktieren.

Wichtig sind dabei folgende Informationen:

  • Angaben zur Person (Alter, Geschlecht, Gewicht)
  • Was und welche Menge wurde eingenommen?
  • Wann und wo kam es zur Vergiftung?

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare