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Theater Österreich

Auf diese Theaterstücke freuen wir uns im August

Wer jetzt kein Festival hat, macht keine Premiere mehr. Im August sind fast alle auf Urlaub - bis auf jene, die die Sommerfestivals mit frischen Produktionen am Laufen halten. Neben dem am 7. August zu Ende gehenden ImPulsTanz-Festival sind es vor allem die Salzburger Festspiele, die noch bis Monatsende spielen und bis dahin mit einigen Novitäten aufwarten.

Viel Oper steht auch in Salzburg auf dem Programm. Die Festspiele haben im August alle Variationen zu bieten: eine Wiederaufnahme (Rolando Villazóns Pfingstfestspiel-Produktion des "Barbier von Sevilla" am 4.), eine Neuproduktion ("Káťa Kabanová" von Leoš Janáček in der Regie von Barry Kosky ab 7.) und eine Neueinstudierung ("Aida" ab 12.).

Die Ursprungsproduktion von 2017 sei aus heutiger Sicht als eine Aufwärmrunde zu betrachten, sagte Regisseurin Shirin Neshat: "Ich habe neue Ansätze gefunden und werde die Interpreten das tun lassen, was sie können." In einer Zeit, in der man das Gefühl habe, dass Krieg und Gewalt auf ein Podest gehoben würden, habe das Stück noch mehr Relevanz.

Nach Coronafällen im Ensemble kommt nun "Ingolstadt", eine Zusammenführung der beiden Stücke "Fegefeuer in Ingolstadt" und "Pioniere in Ingolstadt" von Marieluise Fleißer erst am 1. auf der Perner-Insel zur Premiere. Ingolstadt sei "eine mythische Stadt wie Mahagonny: eine Metapher für eine Welt, in der die jungen Leute um ihre Zukunft kämpfen", sagte Regisseur Ivo van Hove im Gespräch mit der APA.

Am 6. folgt im Mozarteum "Verrückt nach Trost" von Thorsten Lensing. "Es geht um ein Geschwisterpaar, das früh die Eltern verliert und auf sich alleine gestellt ist. Sie sind quasi Opfer der Umstände. Sie versuchen, ihr Leben zu stemmen und einander durchs Leben zu begleiten - was nicht einfach ist", verriet Schauspielchefin Bettina Hering im Vorfeld.

Für die Salzburger "Iphigenia" (ab 18. auf der Perner-Insel) hat sich die Regisseurin Ewelina Marciniak mit den Versionen von Euripides, Racine und Goethe auseinandergesetzt. Hering: "Die Figur der Iphigenia soll weitergeführt werden, um aus einem bestimmten Blickwinkel zu sehen: Was ist heute heutzutage ein Frauenopfer, und wo zeigt es sich vielleicht gar nicht auf den allerersten Blick?"

Im Opernstudio der Bregenzer Festspiele hat Joseph Haydns "Armida" in einer Inszenierung von Jörg Lichtenstein am 15. im Theater am Kornmarkt Premiere, und im Schlusssprint des ImPulsTanz-Festivals warten in Wien noch einige Uraufführungen - etwa von Philipp Gehmacher und Ivo Dimchev - sowie die Österreichische Erstaufführung der Choreografie, die Trajal Harrell vom Schauspielhaus Zürich zu Keith Jarretts "Köln Concert" ersonnen hat.

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