© Raphael Reichl

Ausstellungen Österreich

Das sind die schönsten Ausstellungen im November

Viele Museen haben mit neuen Ausstellungen polarisierende oder brandaktuelle Themen gewählt: So zeigen sowohl das Kunstforum als auch das Künstlerhaus Wien ukrainische Arbeiten, das Nordico Stadtmuseum Linz thematisiert die Vielfalt des Feminismus, die Kunsthalle Wien die Stellung, die die Arbeit in unserem Leben einnimmt. Ganz im Zeichen der Kunst stehen der 18. bis 25. November: Dann startet nämlich die 18. Vienna Art Week.

Dabei stehen die "lebendige Kunststadt Wien" und das Motto "Challenging Orders" im Vordergrund, wie es auf der Website heißt. Eine Woche lang bietet die Veranstaltung bei freiem Eintritt die Möglichkeit, Kunst vom Barock bis zur Gegenwart zu inspizieren, und wartet mit rund 140 Veranstaltungen auf.

MUMOK

Im Zuge dessen öffnet etwa im mumok am Abend des 25. Novembers die Ausstellung "mixed up with others before we even begin" - das Museum will Denk- und Arbeitsmodelle untersuchen, "die innerhalb der gegenwärtigen visuellen Kultur unterschiedliche, teils gegensätzliche Einheiten miteinander in Beziehung bringen."

Albertina Modern, Secession & Belvedere 21

Einige Wiener Institutionen beleuchten indes einzelne Künstler: In der Albertina modern ist das ab dem 18. November der Wiener Maler Karl Anton Fleck, in der Secession sind es ab dem 19. November die zeitgenössischen Künstler Patricia L. Boyd, Jean-Frédéric Schnyder und die Otolith Group, im Belvedere 21 ist es ab dem 25. November der aus Linz stammende Minimalist Gerwald Rockenschaub.

Museum der Moderne Salzburg

Im Museum der Moderne Salzburg wird in dieselbe Kerbe geschlagen: Wiebke Siems psychologisch aufgeladene Installationen werden ab dem 19. November am Standort Mönchsberg ausgestellt. Eine Woche später - ab dem 26. November - folgen die minimalistischen Werke des aus Linz stammenden Fotografs und Medienkünstlers Günther Selichar.

Literaturmuseum Wien

Eine literarische Personale wird Ingeborg Bachmann im Wiener Literaturmuseum zuteil. Dort will man sich laut Aussendung einer "der einflussreichsten und faszinierendsten Persönlichkeiten der deutschsprachigen Literatur" annehmen - mit Manus- und Typoskripten, Büchern und Objekten aus ihrem Nachlass.

Wienbibliothek Rathaus

Start ist der 17. November. In der Wienbibliothek im Rathaus steht ab 30. November die verstorbene Society-Grande-Dame im Mittelpunkt der Ausstellung "Wiener Salondame? Ein Albtraum! - Lotte Tobisch: Charme, Engagement, Courage". Die Bibliothek hatte sie testamentarisch mit einem Teil ihres schriftlichen Nachlasses bedacht, etwa mit ihrem Briefwechsel mit dem deutschen Philosophen Theodor Adorno.

Albertina

Die Werke einer ganzen Künstlerfamilie - Jakob, Franz und Rudolf von Alt -, deren Arbeiten zu den Meisterleistungen der österreichischen Aquarellmalerei zählen, sind ab dem 9. November in der Albertina zu sehen. 

MAK

Nachdem Franz Hagenauer heuer bereits eine Personale im Leopold Museum gewidmet war, beleuchtet das MAK ab 16. November das gesamte Familienunternehmen - die Werkstätte Hagenauer, eine der erfolgreichsten kunstgewerblichen Metallwerkstätten in Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Leopold Museum

Währenddessen zeichnet das Leopold Museum ab 4. November ein "sattes wie feingliedriges Bild unserer Zeit mit all ihren Verlockungen, Widersprüchen und Verhängnissen" und stellt die fünf Nominierten des Ö1 Talentestipendiums 2022 in der Ausstellung "Handeln im Jetzt" vor. 

Museum Moderner Kunst Kärnten

Eine Ausstellung, die 2021 hier gezeigt wurde, wandert ab dem 21. November in das Museum Moderner Kunst Kärnten. "Menschheitsdämmerung" zeigt elf Positionen des Leopold Museums aus der Zwischenkriegszeit, die um Werke aus der eigenen Sammlung ergänzt werden. 

Kunstraum Dornbirn

Auch der Kunstraum Dornbirn pflegt Beziehungen zur Hauptstadt: Ab dem 18. November gibt er in "Hier und Jetzt. Wien Skulptur 2022" Einblick in das bildhauerische Schaffen in Wien.

Kunsthalle Krems

Von weiter her kommen Künstler wie Amoako Boafo und Otis Kwame Kye Quaicoe, die in der Kunsthalle Krems ab dem 19. November ihre Porträts ausstellen. Die in Afrika und in der afrikanischen Diaspora beheimateten Künstler hinterfragen, wie schwarze Körper in der westlichen Maltradition fehlrepräsentiert wurden und präsentieren eine neue afrikanische Porträtmalerei.

Kunstforum Wien

Immer noch tobt der Krieg in der Ukraine, was sich in Leben wie Arbeit ukrainischer Künstlerinnen und Künstler niederschlägt - letztere wird auch in Wien gezeigt. Ukrainische Kunstschaffende lassen ihre Werke ab dem 4. November unter dem Titel "Death and the Maiden - Der Tod und das Mädchen" im Kunstforum Wien über ihre neue Lebensrealität sprechen. 

Künstlerhaus Wien

Ihrem Wunsch nach Leben, sei es auch unter noch so schwierigen Bedingungen, verleihen ukrainische Künstler von 10. bis 27. November auch im Künstlerhaus Ausdruck. "Contrapunct" vereint Kunst, Video und Installationen, die Menschen inmitten der Kriegsrealität zeigen. Fluchterfahrung musste auch Anna Jermolaewa machen.

Museum für Geschichte Graz

Im Museum für Geschichte in Graz sollen aus einem bereits historischen Krieg und dem System, aus dem er entsprang, Lehren gezogen werden: In einer auf Dauer angelegten Ausstellung wird ab dem 25. November nach dem "Warum" des Nationalsozialismus in der Steiermark gefragt. Jüdinnen und Juden sind auch nach der NS-Zeit mit Stereotypen und Klischees konfrontiert. 

Jüdisches Museum Wien

"100 Missverständnisse über und unter Juden" im Jüdischen Museum Wien soll ab dem 30. November deshalb Aufklärung schaffen. 

Stadtmuseum Linz

Ein polarisierendes Thema bleibt der Feminismus - wie vielfältig diese Bewegung seit 1950 ist, zeigt das Nordico Stadtmuseum Linz ab dem 11. November in "What the Fem*?".

Landesgalerie Niederösterreich

Der Erholung und dem Sport widmet sich indes die Landesgalerie Niederösterreich: Felsformationen, Bergsteigerinnen und Skifahrer hielten Gustav Jahn und Otto Barth zu Beginn des 20. Jahrhunderts fest. Zu sehen sind ihre Gemälde und Werbesujets ab dem 5. November in der Ausstellung "Alpine Seilschaften", die von der Erschließung des Alpenraums als Tourismusgebiet erzählt

Kunsthalle Wien

Den Sprung zur Arbeit macht die Kunsthalle Wien ab dem 10. November: Die Gruppenausstellung "Einstweilen wird es Mittag" fragt etwa, wie es dazu gekommen ist, "dass wir nicht arbeiten, um zu leben, sondern vielmehr leben, um zu arbeiten". 

Ferdinandeum Innsbruck

Der Berufsgruppe der Restauratoren nähert sich das Innsbrucker Ferdinandeum: Ab 25. November gibt es in der Sonderausstellung "Im Detail" Einblicke in deren Bemühungen, Kunstwerke zu erforschen, zu erhalten und zu präsentieren.

Schlossmuseum Linz

"Number Two" stellt die aus der Sowjetunion geflohene Künstlerin, derzeit Professorin für Experimentelle Gestaltung an der Linzer Kunstuniversität, ab dem 23. Oktober im Schlossmuseum Linz vor.

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